Christan Ragger: Noch weitere 28 Jahre mit Krsko-Risiko leben- unzumutbar!

Abnorme Laufzeitverlängerung über 62 Jahre beeinträchtigt Österreichs Interessen massiv

Klagenfurt (OTS) - "Es ist unzumutbar, dass Kärnten noch weitere 28 Jahre mit dem Gefährdungspotential des Atomkraftwerkes Krsko leben soll. Die Verlängerung der Laufzeit des AKW-Krsko um weitere 20 Jahre ist ein schwerer Schlag angesichts der jahrelangen Bemühungen von Kärnten und Österreich, dass das Atomkraftwerk geschlossen wird", erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. "Slowenien und Kroatien zeigen damit, wie wenig ernst sie die Sorgen Österreichs nehmen. Konnten wir hoffen, dass zumindest 2023 der Spuk zu Ende ist, soll er jetzt bis 2043 dauern", stellt Ragger fest. Er wundert sich, dass weder LH Dr. Peter Kaiser noch die Bundesregierung ein Wort des Protests erheben. "Offenbar wurde das still und heimlich abgesprochen". Aus seiner Sicht habe Österreich Gründe genug, um sich zu wehren. "Das AKW Krsko wurde 1981 in Betrieb genommen. Die übliche Laufzeit für AKW beträgt 40 Jahre. Der Reaktor ist ursprünglich auch nur für 40 Jahre Betriebszeit ausgelegt worden. Der geplante Endtermin 2023 wäre da ohnehin überzogen. Aber jetzt soll das AKW insgesamt 62 Jahre (!!) betrieben werden. Ein Wahnsinn", so Ragger. Denn man wisse, dass alternde AKW eine erhöhte Unfallgefahr haben, wobei er aus einer Studie des renommierten Fraunhofer-Institutes zitiert: "Durch den Dauerbeschuss mit Neutronen aus der Kernspaltung, extrem hohe Temperaturen und Temperaturunterschiede, mechanische Belastung und Korrosion altern die einzelnen Bauteile der Atomkraftwerke, das Risiko eines Unfalls durch Materialermüdung steigt". Und das zusätzlich zu dem Problem, das Krsko auf einer Erdbebenlinie liegt.
"Weder LH Dr. Peter Kaiser noch Bundeskanzler Faymann können zur Tagesordnung übergehen. Diese Laufzeitverlängerung beeinträchtigt die Interessen Österreichs, da kann man nicht aus falsch verstandener Rücksicht schweigen", fordert Ragger Initiativen auch auf EU-Ebene, damit Slowenien und Kroatien diese Entscheidung überdenken.

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