SJÖ erschüttert über Attentat in Suruc

Die Antwort auf dieses Verbrechen kann nur in mehr Solidarität und Zusammenhalt liegen

Wien (OTS) - "Das Attentat auf die sozialistischen Jugendorganisationen in Suruc hat uns tief erschüttert", zeigt sich Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, angesichts der mehr als 30 Toten betroffen. Rund 300 prokurdische Jugendliche hatten sich im Kulturzentrum der syrisch-türkischen Grenzstadt getroffen um ihre Hilfsaktion für Kobane anzukündigen. Sie wollten in der weitgehend zerstörten Stadt, welche monatelang von kurdischen KämpferInnen gegen den Islamischen Staat verteidigt wurde, mit der Errichtung von Parks und Infrastruktur für Kinder einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau leisten.

"Der Anschlag betrifft uns alle! Er richtete sich gezielt gegen die Überzeugungen der jungen SozialistInnen. Diese standen für eine solidarische, offene Gesellschaft. Für Gerechtigkeit und Freiheit", betont Anna Bruckner, International Union of Socialist Youth Vize-Präsidentin. "Eine Verurteilung des Anschlags ist nicht genug. Die regierende AKP muss endlich aufhören, aus nationalen, finanziellen und religiösen Interessen heraus Kompromisse mit dem IS einzugehen. Und Europa hat ebenso Verantwortung zu übernehmen und muss die Flüchtenden aus dieser humanitären Krisenregion endlich kompromisslos aufnehmen!", kritisiert Bruckner.

"Der gestrige Anschlag erinnert an das Attentat im norwegischen Utoya vor fast genau vier Jahren", so Herr. "Auch damals hatten sich junge Sozialistinnen und Sozialisten zusammengefunden um für eine solidarische Welt zu kämpfen", erklärt Herr und erinnert an die 69 Jugendlichen, die am 22. Juli 2011 starben, als der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik das Feuer auf das Camp der Schwesternorganisation Arbeidernes Ungdomsfylking eröffnete.

"So unterschiedlich die Beweggründe für diese schrecklichen Taten sein mögen, so gründen sie beide auf einem Nährboden aus Hass", meinen die beiden Jugendvertreterinnen und halten fest, wie wichtig es gerade jetzt ist, nicht klein beizugeben, sondern offensiv für gerechten Frieden und eine sozialistische und demokratische Gesellschaft einzutreten und gegen rechten Hass und religiösen Fanatismus anzukämpfen.

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