Drei Auszeichnungen für Arbeiten im Bereich Geoinformation an der FH Kärnten

Spittal (OTS) - Im Rahmen des im Juli in Salzburg stattfindenden AGIT Symposiums, das sich dem Thema der Angewandten Geoinformatik widmet, wurde auch der AGEO Award verliehen. Die Studierenden Daniel Steiner und Stefan Schabus der FH Kärnten erlangten die ersten beiden Plätze. Beim Posterforum des AGIT Symposiums setzte sich das Poster der FH Kärnten trotz starker internationaler Konkurrenz durch und wurde mit dem ersten Platz prämiert.

Das AGIT Symposium ist Dreh- und Angelpunkt für Forschende, Lehrende und Interessierte der Angewandten Geoinformatik. Die Plattform bot dieses Jahr an drei Tagen im Juli für rund 1.200 Teilnehmer hochwertige Fachvorträge, praxisnahe Workshops, Themenschwerpunkte und Fachtagungen zu den neuesten Trends der Geoinformatik und zu verwandten Disziplinen.

AGIT Posterwettbewerb - Erster Platz für "Mit Geoinformation sicher durch Mittelerde"

Neben dem breitgefächerten Programm am AGIT Symposium fand auch eine Posterausstellung zur Präsentation von Projekten im Bereich Geoinformation statt. Aus insgesamt 68 Postereinreichungen prämierten die Teilnehmer am Symposium die besten drei Poster. "Mit Geoinformation sicher durch Mittelerde" wurde das Poster der FH Kärnten GEO-Hobbits Melanie Regenfelder, Josef Fritzer, Johannes Miedl und Marius Vietz mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der Beitrag skizziert auf anschauliche Weise den Weg aus "Herr der Ringe" von Frodo und seinen Gefährten und geht der Frage nach, ob dies wirklich der sicherste und effizienteste Weg ist. Im Rahmen des Studierendenprojektes wurde dazu eine Berechnungsmethode angewandt, mit dessen Hilfe der kostengünstigste und somit sicherste und effizienteste Weg durch Mittelerde ermittelt werden konnte. Die Kriterien, die in diese Analyse einflossen, umfassen unter anderem die Lage und das Gefahrenpotenzial von Wäldern in Mittelerde. Um eine Datengrundlage bezüglich dieser Kriterien zu schaffen, wurde das fiktive Land "Mittelerde" auf Basis einer Karte digitalisiert. Für die Berechnung des kostengünstigsten Weges wurden dann digitalisierte Kriterien in Raster umgewandelt, standardisiert, entsprechend ihres Einflusses auf die Wahl des Weges gewichtet und zu einer Kostenoberfläche zusammengeführt, die anschließend ausgewertet wurde. Dieses fiktive Anwendungsbeispiel dient auch dazu, Studieninteressierten das Thema Geoinformation näher zu bringen. Die hier angewandte Berechnungsmethode kommt auch in der Praxis z. B. für die Trassenplanung von Infrastrukturen wie Gasleitungen, Skiliften, Straßen oder ähnlichem zum Einsatz.

AGEO Award - 1. und 2. Platz für die FH Kärnten

Dieses Jahr wurde der AGEO (Österreichischer Dachverband für Geographische Information) Award bereits zum siebten Mal auf nationaler Ebene ausgeschrieben. Der Preis verfolgt damit das Ziel, Absolventen im Bereich der räumlichen Informationswissenschaften durch die Anerkennung herausragender Leistungen zu fördern. Teilnahmeberechtigt waren alle facheinschlägigen Studierenden an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. Für den mit 2.500 Euro dotierten AGEO Award haben sich insgesamt 14 Studierende von acht Hochschulen beworben.

Im Zuge des AGIT Symposiums wurden die ersten beiden Plätze des AGEO Award an zwei Studierende der FH Kärnten verliehen, der dritte Platz ging an die Universität Salzburg. Der am Masterstudiengang "Spatial Information Management" Studierende Daniel Steiner freute sich über den ersten Platz. In seiner Arbeit "Evaluating the effectiveness of real-time information in multimodal public transport trip planning" untersuchte er die Qualität von Echtzeitinformationsdaten im öffentlichen Verkehr und den daraus resultierenden Einfluss auf die mobile Routenplanung mittels Smartphone. Die Arbeit wurde in enger Kooperation mit Prof. Hartwig Hochmair vom Fort Lauderdale Research and Education Center an der University of Florida durchgeführt und wurde von der Österreichischen Marshallplanstiftung gefördert.

Der zweite Platz ging an Stefan Schabus, ebenfalls Absolvent des Masterstudiengangs "Spatial Information Management". Er überzeugte die Jury mit seiner Thesis "Spatio-Temporal Data Mining for Pattern Recognition in Production Line Processes", die ein spannendes Anwendungsbeispiel für neue und innovative Industrie 4.0 Technologien darstellt und gemeinsam mit Infineon Technologies Austria in Villach durchgeführt wurde. In seiner Arbeit beschäftigt sich Stefan Schabus mit der Analyse von Raum-Zeitmustern, die bei komplexen Produktionsprozessen auftreten und wertet mittels modernen kartenbasierten Visualisierungsmethoden aus sehr großen Datenmengen Qualitätsmuster aus, die für Produktionsoptimierungen wichtige Informationen liefern. Im Rahmen einer internationale Kooperation verbrachte Stefan Schabus 4 Monate an der San Diego State University in den USA bei Prof. André Skupin und erhielt ebenfalls ein Forschungsstipendium der österreichischen Marshallplanstiftung.

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FH-Prof. Mag. Dr. Gernot Paulus, MSc. MAS
Professor für Geoinformation
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