Oberhauser in ÖSTERREICH: "Erleichtert, dass die Chemo vorbei ist."

Gesundheitsministerin spricht im Interview über ihre Krankheit: Turbulentestes Jahr in meinem Leben."

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH spricht Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser über ihr Leben mit der Krankheit und ihre Zukunftspläne. Nach Anbschluss der Chemotherapie fühle sie sich "erleichtert". Oberhauser: "Ich spüre natürlich noch Nebenwirkungen wie die bleierne Müdigkeit, die Überlkeit, man schmeckt nichts ... Aber ich bin froh, dass dieser Abschnitt vorbei ist."

Das vergangene Jahr bilanziert Oberhauser: "Das war sicher das turbulenteste Jahr in meinem Leben. Trotzdem haben wir viel weitergebracht ... Ich konnte trotz Krankheit jeden Tag ins Büro gehen, mit Ausnahem der Freitage, wenn ich Chemotherapie hatte und der Pause nach den Operationen. Da haben mein Team und ich an meinem Küchentisch weitergearbeitet ... Die schönste Geschichte ist, dass wir das Nichtrauchergesetz fertiggebracht haben."

So offen mit ihrer Krankheit umzugehen, hätte sie nie bereut. Oberhauser: "Ich bin sehr dankbar dafür, was ich in dieser Zeit gespürt habe. Oft sind fremde Menschen auf mich zugekommen und haben ihre Geschichten erzählt. Aber sie wissen: Nichts spaltet die Nation so sehr wie das Tabakgesetz: Da gab es Äußerungen, die auf meine Krankheit bezogen und verletzend waren."

Auf die Frage, ob sie bei einer Kandidatur ihres Kollegen Rudolf Hundstorfer bei der Präsidentschafts-Wahl dessen Nachfolger werden will, gibt es kein Dementi. Oberhauser: "Ich habe noch sehr viel vor als Gesundheitsministerin. Wir arbeiten an einem neuen Berufsgesetz für Gesundheitsberufe. Wir wollen Tageskliniken forcieren, denn Österreich ist Weltmeister bei Spitalsaufenthalten. Aber ich habe mich immer für viele Dinge interessiert. Und ich habe gelernt: Man kann gar nichts planen."

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