Asylgipfel im Burgenland: Samariterbund begrüßt konstruktive Gespräche

Der Samariterbund ist gerne bereit, Flüchtlinge in kleinen Einheiten zu betreuen, fordert dann aber ein Sternsystem. In Neusiedl am See steht ein Haus für bis zu 80 Asylwerber bereit.

Wien (OTS) - "Wir bedanken uns für die Einladung zu diesen sehr positiven Asylgesprächen im Burgenland", so ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller zum heutigen Asylgipfel in Eisenstadt. - "Die Betreuung von Flüchtlingen in kleinen Einheiten ist ein guter Vorschlag. In der Betreuung sollte dann aber ein Sternsystem entwickelt werden, das Mitarbeitern erlaubt, verschiedene nahegelegene Asylquartiere zu betreuen. Wir fordern weiterhin eine Erhöhung der Tagsätze. Kinder und Jugendliche müssen adäquat und altersgerecht betreut werden. Wir alle haben hier Verantwortung zu tragen", betont Hundsmüller.

Der Samariterbund hat nun in Neusiedl für bis zu 80 Asylwerber ein Quartier vorbereitet. Qualifizierte BetreuerInnen werden die Flüchtlinge dort willkommen heißen. Vor ein paar Tagen erst haben hilfsbereite ÖsterreicherInnen 30 Tonnen Sachspenden für Flüchtlinge in Traiskirchen und in den Samariterbund-Einrichtungen gesammelt. Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Haus Podersdorf etwa haben sich darüber gefreut. Auch aus Neusiedl erreichte den Samariterbund eine Welle der Hilfsbereitschaft.

"Junge Flüchtlinge brauchen eine Perspektive. Mehr als 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind derzeit in nicht altersadäquaten Massenquartieren untergebracht und brauchen unsere Hilfe", so Reinhard Hundsmüller weiter. "Bildung ist hier ein wichtiges Thema, Stichwort Ausbildung und Deutschunterricht für Flüchtlinge", so Reinhard Hundsmüller in Bezug auf den jüngst veröffentlichten Integrationsbericht.

Der Samariterbund unterstützt im Burgenland bereits mehr als 80 Menschen in Flüchtlingseinrichtungen. Österreichweit handelt es sich um insgesamt neun Häuser. Zwei dieser Einrichtungen sind auf die altersadäquate Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen spezialisiert. Der Samariterbund bereitet aktuell die Betreuung von weiteren Flüchtlingseinrichtungen in Wien und Niederösterreich vor. In Oberösterreich betreut der Samariterbund nun, wie bereits in Tirol, etwa 100 Flüchtlinge in Turnhallen als vorübergehende Notquartiere.

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