„Orientierung“ am 19. Juli: Kinderarbeit gegen Armut? Bolivien geht eigene – umstrittene – Wege

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 19. Juli 2015, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Kinderarbeit gegen Armut? Bolivien geht eigene - umstrittene - Wege

Auf etwa 170 Millionen wird die Zahl jener Kinder geschätzt, die weltweit arbeiten müssen - so z. B. in Bergwerken, Fabriken oder in der Landwirtschaft. Allein 850.000 Kinder und Jugendliche arbeiten derzeit im lateinamerikanischen Elf-Millionen-Einwohner-Land Bolivien. Lange Zeit war auch dort eine Beschäftigung von jungen Menschen unter 14 Jahren gesetzeswidrig. Doch vor einem Jahr hat die linksgerichtete Regierung von Präsident Evo Morales Kinderarbeit ab zehn Jahren - wenn auch unter strengen Auflagen - legalisiert. Morales selbst hatte sich für die Einführung dieses Gesetzes verwendet: Auch er habe als Kind gearbeitet und damit zum Unterhalt seiner Familie beigetragen. Während die Entscheidung vor allem im Ausland - teilweise auch von christlichen Hilfsorganisationen -heftig kritisiert worden ist, verteidigen Vereinigungen von arbeitenden Kindern in Bolivien ihr Recht auf Arbeit. Anders sei ihr Überleben - und das der Familien - nicht möglich. Ein Bericht von Mathilde Schwabeneder.

"Segensreiche Dienerinnen" - Wie Ordensfrauen in Peru helfen

In der peruanischen Hauptstadt Lima hat sich ein junger Frauenorden zum Ziel gesetzt, auf vielfältige Weise Menschen, die Hilfe brauchen, zur Seite zu stehen. "Siervas del Plan de Dios", "Dienerinnen des Planes Gottes" heißt die katholische Kongregation, die 1989 in Peru entstanden ist und sich mittlerweile auf mehrere Länder und Kontinente ausgebreitet hat. Unter anderem betreiben die "Dienerinnen" im Stadtteil La Molina eine Schule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Handicaps - eine Pionierleistung in einem Land, in dem es noch wenig Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen gibt. Materielle Hilfe für die vielen Sozialprojekte der Schwestern kommt auch aus Österreich. Das katholische Hilfswerk MIVA Austria, das Ende Juli Autofahrerinnen und Autofahrer wieder um einen "ZehntelCent" pro unfallfreiem Kilometer bittet, unterstützt die "Siervas" nach Kräften. Ein Bericht von Christian Rathner.

"Warum Leid?" - Die Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster 2015

Leid zu bewältigen, das gehört zur existenziellen Grunderfahrung jedes Menschen. Und die Frage nach dem "Warum" des Leidens ist eine der zentralen Fragen in Religion und Philosophie. Im Benediktinerstift Kremsmünster diskutieren diese Woche Theologen, Religionsvertreter und Sozialwissenschafter über die Ursachen menschlichen Leids sowie den Umgang mit der Leidensproblematik -besonders in Christentum und Judentum. Wie kann ein guter, barmherziger, aber auch allmächtiger Gott das "Übel der Welt" erlauben? Ist er vielleicht gar kein "guter Gott"? Müssen gläubige Menschen ihre Gottesbilder und Gottesreden in diesem Zusammenhang korrigieren? Fragen wie diese standen im Zentrum von drei Tagen Diskussion. Die "Orientierung" hat u. a. mit dem Theologen Magnus Striet, dem Judaisten Klaus Davidowicz und dem Philosophen Norbert Hoerster gesprochen. Ein Bericht von Klaus Ther.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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