Griechenland - Stronach/Dietrich fühlt sich den Österreichern verpflichtet, klares Nein zu weiteren Zahlungen

Grexit teuer, europäischer Länderfinanzausgleich jedoch unfinanzierbar

Wien (OTS) - "Mittlerweile gehe es nicht nur um Griechenland, sondern es geht um die gesamte Währungsunion. Wir sind an einem Scheideweg angelangt. Denn wenn wir den Griechen jetzt die Schulden erlassen, dann wird das nächste Land kommen und sagen: Was für die Griechen gilt, das muss auch für uns gelten!", lehnte Team Stronach Klubobfrau Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag weitere Milliardenzahlungen nach Griechenland ab. Denn: "Wer soll hier gerettet werden - das griechische Volk, die Banken oder die Spekulanten? Wir haben kein Vertrauen mehr zu den griechischen Verhandlern!", so Dietrich.

216 Mrd. Euro sind bereits in die Rettung Griechenlands geflossen, jeder Österreicher hat ungefähr 1000 Euro dazu beigetragen - "doch geht es dem Volk tatsächlich besser? Im Gegenteil!", so Dietrich. Sie forderte die Regierung auf, den Willen des griechischen Volkes zu respektieren - und auch die EU-Richtlinien, "die jeder Mitgliedstaat einhalten muss." Hierbei dürfe es kein Denkverbot geben; Vorschläge, wie die des deutschen Finanzministers Schäuble, müssten in allen Bereichen diskutiert werden, forderte Dietrich: "Ein Grexit wäre teuer, ein europäischer Länderfinanzausgleich, eine Transferunion, jedoch unfinanzierbar".

"Bitte erklären Sie den österreichischen Steuerzahlern, die nicht mehr wissen, wie sie die hohen Abgaben leisten sollen, dass sie mit dem heutigen Beschluss wieder Geld nach Griechenland hinunter schicken wollen. Erklären Sie es unseren Unternehmern, die kriminalisiert werden, dass Sie ein total korruptes System finanzieren, und erklären Sie es den 400.000 Arbeitslosen, die keine Perspektive haben, dass ihr Geld nach Griechenland kommt", forderte Dietrich. Und weiter: "Solidarität gilt nicht nur den Griechen gegenüber, Solidarität muss auch unserer Bevölkerung gegenüber gelten. Wir fühlen uns den Österreichern verpflichtet, daher ein klares Nein zu weiteren Zahlungen nach Griechenland!", so Dietrich abschließend.

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