1. Bezirk: Zweites Aufnahmegebäude beim Schottentor wird saniert

Wien (OTS) - Das Aufnahmegebäude gegenüber der Bank Austria (Ringinnenseite) zum unterirdischen Verkehrsbauwerk Schottentor, in Würdigung des einstigen Bürgermeisters und der namensgebende Gestaltung im Volksmund auch "Jonas-Reindl" genannt, wird seit 8. Juni 2015 von der Stadt Wien saniert und bleibt noch bis voraussichtlich Ende August gesperrt. Ab nächsten Montag, den 20. Juli 2015, wird der Auf- und Abgang bei der Schottengasse (Ringaußenseite) saniert. Die Erneuerung der verbleibenden drei Aufnahmegebäude ist für die Folgejahre vorgesehen. Spätestens zu Schulbeginn wird die Sanierung der beiden Gebäude abgeschlossen sein.

Verkehrsmaßnahmen

Auf Baudauer wird der von den Umbauarbeiten betroffenen Auf- und Abgang gesperrt. Die Gäste der Wiener Linien werden auf die verbliebenen Auf- und Abgänge verwiesen. Der FußgängerInnen- und Radverkehr rund um dieses Gebäude wird aufrechterhalten.

Am Universitätsring selbst kommt es zwischen 20. Juli und voraussichtlich 4. September 2015 einzig zu einer Einschränkung:
Statt zwei steht baubedingt ein Linksabbiegefahrstreifen in die Schottengasse zur Verfügung, der Geradeaus-Links-Fahrstreifen am Universitätsring wird temporär als Geradeaus-Fahrstreifen ausgebildet.

In der Schottengasse steht im unmittelbaren Baubereich in Fahrtrichtung stadtauswärts ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Details

Die Stadt Wien hat festgestellt, dass die statische Konstruktion der verglasten Aufnahmegebäude nicht mehr zeitgemäß ist. Auch die dünnen Glasplatten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sowohl statische Konstruktion als auch Glasplatten werden jetzt - in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt - erneuert, wobei die ursprüngliche Gestaltung beibehalten wird.

Die Ringstraßen-Passagen verwaltende MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau hat die MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement mit dem Umbau beauftragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,9 Mio. EUR.

Das "Jonas-Reindl" wurde in den Jahren 1959 bis 1961 im Zuge des Straßenbahnnetz-Ausbaues errichtet, seitdem wurden lediglich gebrochene Glasplatten erneuert. 2011 wurden zuletzt die Glasscheiben mit Zwischenträgern gesichert. Zuvor mussten immer wieder bei Windgeschwindigkeiten ab 80 km/h die zwei Aufgänge bei der Schottengasse und dem Schottenring aufgrund ihrer Exponiertheit aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Geschichte der "Ringstraßen-Passagen"

Die sogenannten Ringstraßen-Passagen umfassen folgende Bauwerke im 1. Bezirk: Opern-Passage, Schottentor-Passage ("Jonas-Reindl"), Babenberger-Passage, Bellaria-Passage und Albertina-Passage. Sie wurden in den Jahren 1955 bis 1964 errichtet und eröffnet. Das "Jonas-Reindl" wurde ab 1959 im Zuge des Straßenbahnnetz-Ausbaues errichtet und 1961 durch den damaligen Bürgermeister Franz Jonas eröffnet.

Nach der Errichtung und Inbetriebnahme der Opern-Passage (1955 -1957), die als erste der Ringstraßen-Passagen errichtet wurde, wurden aufgrund der positiven Inanspruchnahme durch die FußgängerInnen weitere Passagen entlang der Ringstraße errichtet. Diese hatten den ursprünglichen Sinn, den FußgängerInnen die gefahrlose Querung der Ringstraße zu ermöglichen und diese (infolge der zunehmenden Motorisierung) verkehrstechnisch zu entlasten.

Als schließlich 1972 die Ringstraße zur Einbahn wurde und die FußgängerInnen aufgrund des sozialen Wandels nicht mehr unter die Erde "verbannt" werden wollten, wurden Querungsmöglichkeiten für FußgängerInnen auf Straßenniveau errichtet. Im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte verloren vor allem die Babenberger- und Albertina-Passage an Bedeutung. Diese waren nie an ein Verkehrsbauwerk der Wiener Linien angeschlossen worden und werden daher seit 2003 bzw. 2009 von der Stadt Wien vermietet. In beiden Passagen befinden sich heute beliebte Lokale.

(Schluss) hol

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Matthias Holzmüller
Öffentlichkeitsarbeit
MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau
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