AUVA: Auf Sonnenschutz bei der Arbeit achten

Richtiger Sonnenschutz ist nicht nur in der Freizeit, sondern auch bei der Arbeit wichtig. Unter dem Motto „Sonne ohne Schattenseiten“ gibt die AUVA Tipps zur Vorsorge.

Wien (OTS) - Beim Arbeiten im Freien ist Eincremen allein zu wenig. Nur ein umfassendes Sonnenschutzkonzept schützt zuverlässig vor zu viel UV-Strahlung und damit vor Haut- und Augenschäden. Obwohl nur etwa drei Prozent der auf der Erdoberfläche auftreffenden Sonnenstrahlung aus der biologisch hoch wirksamen UV-Strahlung bestehen, ist dieser Anteil für Faltenbildung oder sogar Hautkrebs verantwortlich. Für die Haut gilt: Sie vergisst nicht und sie vergibt auch nicht - denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Aber auch für die Augen stellt die Sonne ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar: Zu den möglichen Schäden zählen Horn- und Bindehautentzündung oder Grauer Star.

Hohe Belastung auch bei bewölktem Himmel

Noch bis September tritt die UV-Strahlung in unseren Breiten verstärkt auf. Gerade zwischen 11 und 15 Uhr sollte man die Sonne meiden. Aber auch in alpinen Regionen oder in der Nähe von reflektierenden Oberflächen wie Wasser, Schnee sowie Blech- oder Foliendächern ist die Strahlung erhöht. Trügerisch kann ein bewölkter Himmel wirken, da rund 70 Prozent der unsichtbaren UV-Strahlung dennoch bis zum Boden vordringen.

Der Nacken ist am stärksten betroffen

Eine Studie der AUVA über die UV-Belastung von Bauarbeitern und Spenglern ergab eindeutig: Der am stärksten UV-belastete Bereich ist der Nacken. Die untersuchten Berufsgruppen hatten eine durchschnittliche Belastung, die den empfohlenen Wert um das bis zu Vierzehnfache überschritt. Auch die Belastung der Augen war deutlich erhöht. Es zeigte sich, dass der Selbstschutz der Haut für einen achtstündigen Arbeitstag nicht ausreicht und dass speziell bei reflektierenden Oberflächen (Blechbearbeitung, Höhenbaustellen) Sonnenbrillen notwendig sind.

Schutzmaßnahmen für Haut und Augen

Das Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung ist die wirksamste Maßnahme, um die Gesundheit von Haut und Augen zu erhalten. Wo möglich, sollten Arbeiten in Innenräume verlegt werden oder Arbeitsplätze mit Sonnensegeln und Sonnendächern beschattet werden. Die Rotation von Arbeitskräften hilft, die UV-Belastung des Einzelnen zu reduzieren.

Wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen ausgeschöpft sind, muss persönliche Schutzausrüstung verwendet werden. Kleidung mit hohem UV-Schutzfaktor schirmt die Haut am besten vor den schädlichen Strahlen ab. Kleidung gibt es in Ausführungen mit dem Sonnenschutzfaktor UPF 50+, d. h. die Belastung durch UV-Strahlung wird mindestens auf ein Fünfzigstel (auf zwei Prozent) reduziert und eine Hautschädigung vermieden. Moderne Funktionskleidung, beispielsweise aus Mikrofaser, leitet den Schweiß nach außen ab und kann sogar einen kühlenden Effekt haben. Kappen oder Arbeitshelme sollten mit einem zusätzlichen Nackenschutz ausgestattet sein. Unbedeckte Körperstellen müssen mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Zum Schutz der Augen sollte eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Filter getragen werden. Qualitätsmerkmale sind das CE-Kennzeichen sowie die Schutzstufen nach EN 172 bzw. die Kategorien nach EN 12312. Im Zweifel empfiehlt es sich, den UV-Schutz des Brillenglases durch einen Optiker feststellen zu lassen, was einfach und rasch möglich ist.

Sonnenschutz - Wie geht es richtig?

  • Direkte Sonne meiden
  • Flexible Arbeitszeit nützen
  • Die Mittagssonne meiden
  • Nie länger als unbedingt notwendig in der Sonne bleiben
  • Arbeitsbereich beschatten
  • Kleidung und Sonnenschutzbrille tragen
  • Möglichst viel Haut bedecken (Kopf, Nacken)
  • Unbedeckte Körperstellen eincremen (insbesondere Ohren, Nase, Lippen, Unterarme)

Weitere Informationen: www.auva.at/gesunde-haut

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen Selbständige sowie 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler und Studierende. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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Mag. Sonja Rosenberger
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