Autonomes Fahren: Mercedes oder Google?

Wien (OTS) - Wer wird als erster Hersteller autonom fahrende Autos in Serie anbieten können? Das Rennen darum ist in vollem Gange, und die Europäer haben eine Meinung dazu. Etwa die Hälfte traut diesen Schritt am ehesten etablierten Automobilherstellern wie Mercedes zu, lediglich jeder Fünfte kann sich vorstellen, dass einem IT-Unternehmen wie Google hier der entscheidende Vorstoß gelingt. Ein Viertel der Befragten ist der Auffassung, dass autonomes Fahren innerhalb der kommenden 25 Jahre noch gar nicht marktauglich wird. Das zeigt eine repräsentative Studie des europaweit größten Online-Automarkts AutoScout24 in sieben europäischen Ländern. Im Rahmen der Studie "Unser Auto von morgen 2015" wurden insgesamt 8.811 Europäer in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragt.

Für Frauen Sicherheit mehr Thema als für Männer

Egal, ob autonom oder vom Menschen gesteuert: Die Europäer sind sich weitestgehend einig, wenn es um die wichtigste Eigenschaft von Autos in der Zukunft geht. In Österreich stimmen 82 Prozent uneingeschränkt der Aussage zu, dass ein Auto in 25 Jahren den Insassen vor allem ein Maximum an Sicherheit bieten sollte. Weitere 15 Prozent sind zumindest teilweise dieser Meinung. Frauen legen im Durchschnitt mehr Wert auf die Sicherheit als Männer: Für 86 Prozent der befragten Fahrerinnen hat sie im Auto oberste Priorität, bei den Männern sind es 76 Prozent.

Autopilot nein danke, Autos sollen miteinander kommunizieren

Drei Viertel der Österreicher finden, Autos sollten in Zukunft untereinander kommunizieren können, um das Unfallrisiko zu minimieren, etwa indem sie vor engen Kurven frühzeitig aufeinander aufmerksam machen. Die Anbindung an ein Netzwerk finden 80 Prozent auch sinnvoll, wenn dadurch Staus vermieden werden. Wenn es brenzlig wird, sollte das Auto in der Zukunft Gefahren selbstständig erkennen und aktiv ins Geschehen eingreifen, um einen Unfall zu vermeiden. Dieser Meinung sind 84 Prozent der Österreicher. Nur etwa jeder Fünfte möchte, dass der Autopilot grundsätzlich lenkt. Immerhin etwa die Hälfte der Befragten sagen, sie möchten abhängig von ihrer Stimmung oder der Situation entscheiden, ob sie das Fahrzeug selbst lenken oder es autonom fahren soll.

Hybrid und Strom vorn, Benzin und Diesel adé

Nach Ansicht der europäischen Autofahrer werden Hybrid und Strom in 25 Jahren die vorherrschenden Antriebsarten sein. Etwa ein Viertel der befragten Österreicher (28 Prozent) geht davon aus, dass Autos dann vornehmlich mit einem Elektromotor bestückt sein werden. 25 Prozent glauben an die Vorherrschaft von Hybridsystemen. Wasserstoff können sich 17 Prozent vorstellen. Nur 6 Prozent der Befragten sehen Benzin oder Diesel auch in 25 Jahren noch als wichtigste Antriebsarten.

Ein alternatives Antriebssystem sollte auch eine gewisse Reichweite bieten, finden die Umfrageteilnehmer. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) wünscht sich demnach, eine Entfernung von mindestens 500 Kilometern zurücklegen zu können, ohne zwischendurch tanken oder aufladen zu müssen. Immerhin 17 Prozent würden sich auch mit einer Reichweite von 250 Kilometern zufrieden geben.

Über die Studie:

Im Rahmen der AutoScout24-Studie "Unser Auto von morgen 2015" wurden insgesamt 8.811 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren in sieben europäischen Ländern befragt (Österreich: 1.001, Belgien: 1.001, Frankreich: 1.451, Deutschland: 1.456, Italien: 1.452, Niederlande:
1.000 und Spanien: 1.450). Durchgeführt wurde die Befragung von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Daten wurden im Zeitraum vom 19. September bis 09. Oktober 2014 erhoben. Die Studie kann unter www.unserautovonmorgen.de kostenlos heruntergeladen werden.

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