Industrie zu Integrationsbericht 2015: Fünf-Jahres-Rückblick zeigt bisher Erreichtes, aber auch dringend notwendige Reformen auf

IV-GS Neumayer: Wichtige Meilensteine der Integration geschafft – Durchgängiges und nachhaltiges Sprachförderkonzept notwendig – Rot-Weiß-Rot-Karte weiter entwickeln

Wien (OTS) - "Die Erarbeitung einer Willkommenskultur für Österreich, der Entwurf eines einheitlichen Anerkennungsgesetzes und die Maßnahmen zur sprachlichen Frühförderung sind Meilensteine der vergangenen fünf Jahre im Integrationsbereich", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer, anlässlich des heute, Donnerstag, präsentierten Integrationsberichts, der nun zum fünften Mal in Folge sowohl das Integrationsklima in Österreich beleuchtet als auch durchaus kritisch weitere zukünftige Reformen fordert.

"Die finanzielle Aufstockung der sprachlichen Frühförderung ist durchaus zu begrüßen", betonte Neumayer, "zum nachhaltigen Spracherwerb bedarf es aber - wie bereits mehrfach hingewiesen -eines durchgängigen vom Kindergarten beginnenden bis zum Schulende reichenden Sprachförderkonzeptes, das den jeweiligen Sprachstand pro Kind und Einrichtung laufend erhebt und dieses ‚Sprachportfolio‘ auch der nachfolgenden Bildungsinstitution übergibt." Wichtig sei daher, dass gezielte und qualitative Sprachförderung bereits so früh wie möglich ansetze, um allen Kindern bis zum Schuleintritt sprachlich annähernd gleiche Startbedingungen in der Bildungssprache Deutsch zu sichern. Dort wo dies bis zum Schuleintritt nicht gelinge, brauche es individuelle, aber in ein Gesamtkonzept eingebettete Lösungen am Schulstandort.

Der Expertenrat unterstreicht auch die langjährige Forderung der Industriellenvereinigung nach Änderungen und Reformen der Rot-Weiß-Rot-Karte (RWR-Karte), die längst fällig sind. Nach der präsentierten Datenlage wandern rund 26 Prozent der ausländischen Studienabsolventinnen und -absolventen innerhalb von drei Jahren wieder ins Ausland ab. "Hier sind wir immer noch nicht attraktiv genug, hochqualifizierte Personen langfristig für Österreich zu halten", so der Generalsekretär weiter: "Reformen, wie die Einbeziehung von Bachelorabsolventinnen und -absolventen in die Systematik der RWR-Karte sind dringend geboten, ebenso wie die Verlängerung der potenziellen Suchfrist am Ende des Studiums, um eine adäquate Beschäftigung zu finden."

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