Interessenvertretung der NÖ Familien zur Bildungsreform: Bildungsposition der NÖ Sozialpartner greift zu kurz!

Bildung ist mehr als reine Kompetenzverwaltung. Eltern sollen die passende Schul-und Betreuungsform selbst wählen dürfen.

St. Pölten (OTS) - "Es ist erfreulich, dass AKNÖ, ÖGB NÖ, WKNÖ und Industriellenvereinigung NÖ ein gemeinsames Positionspapier zur Bildung vorgestellt haben", erläutert Dr. Josef Grubner, Präsident der Interessenvertretung der NÖ Familien, kurz IV-Familie. "Ergänzen wollen wir mit der Aussage, dass Bildung einen werteorientierten komplexeren Prozess darstellt, der auf mehr ausgerichtet sein muss, als auf das Vermitteln von Kompetenzen und Wissen und das Erfüllen berechtigter ökonomischer Ziele."

Grubner betont, "den geforderten Ausbau kostenloser Ganztagsschulformen für 6- bis 14-Jährige sehen wir differenziert. Die IV-Familie setzt sich dafür ein, dass die Wahlfreiheit der Familien gewährleistet bleiben muss, um für ihr Kind die bestmögliche Schul- und Betreuungsform wählen zu können. Dessen ungeachtet teilen wir die Forderung von AKNÖ, ÖGB NÖ, WKNÖ und Industriellenvereinigung NÖ, allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Bildungschancen zu ermöglichen. Dazu gehört das sinnhafte Verstehen, Sprechen und Schreiben der deutschen Sprache genauso, wie die Vermittlung zentraler demokratischer Werte unserer Gesellschaft sowie die Förderung der jeweiligen Begabungen und Stärken."

"Um zudem Eltern zu befähigen, unter Berücksichtigung ihrer Betreuungsleistungen Familie und Beruf bestmöglich vereinbaren zu können", so Grubner weiter, "müssen beim Ausbau der Betreuungsangebote für unter 3-Jährige neben der Quantität auch die Qualität im Fokus bleiben. Nicht übersehen werden darf dabei der potentielle Beitrag familiärer sowie familienähnlicher Betreuungsangebote." Darüber hinaus fordert die IV-Familie neben dem Ausbau von Tagesbetreuungseinrichtungen deshalb auch den Ausbau der Tageseltern-Angebote und Oma-Opa-Börsen.

"Somit erwarten wir von den politisch Verantwortlichen, über die Parteigrenzen hinweg, endlich die vielfach vorliegenden konstruktiven Überlegungen aufzugreifen und gemeinsam ein kinder- und familienorientiertes, tragfähiges, langfristiges und zukunftsweisendes 'Bildungs-Konzept' umzusetzen. Insofern sehen wir der für 17. November d. J. angekündigten Präsentation der Bundes-Bildungsministerin interessiert entgegen und hoffen, dass die dringend notwendige Bildungsreform im Zusammenspiel mit den Ländern am Föderalismus an Qualität und Bürgernähe wächst", erklärt der Präsident der IV-Familie abschließend.

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