ANIMAL SPIRIT zeigt neuen Fall von schwerem Animal Hoarding in NÖ an

"Werden Gericht und Behörden diesmal aktiv und beenden Tierquälerei?"

Laaben/Ebendorf (OTS) - Vor drei Wochen hat der Tierschutzverein ANIMAL SPIRIT neuerlich einen eklatanten Fall von "Animal Hoarding" in Niederösterreich zur Anzeige gebracht, u.z. sowohl bei der zuständigen BH Mistelbach als auch bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Es handelt sich um eine Frau, die dzt. in Ebendorf, Bezirk Mistelbach, an die 120 Huftiere hortet und wahllos weiterzüchtet, dazu noch Schweine, Schafe, Hunde und Katzen, die tlw. unter erbärmlichen, jedenfalls tierschutzwidrigen Umständen dahinvegetieren müssen, wie mittlerweile zig Zeugen - darunter auch einige TierärztInnen - bestätigen können. Während der zuständige Amtstierarzt von Mistelbach, Mag. Christoph Cenker, seit Jahren über diesen Fall informiert ist und auch etliche entsprechende Anzeigen bei ihm eingelangt sind, derzeit "keinen unmittelbaren Handlungsbedarf" sieht, ist zumindest die StA Korneuburg bereits aktiv geworden und hat mit den Zeugeneinvernahmen begonnen.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Endlich scheint in diese Angelegenheit, die sich nun schon über mehr als ein Jahrzehnt an verschiedensten Standorten hinzieht, etwas Bewegung zu geraten. Gestern hatte ich die erste Einvernahme als Zeuge im Auftrag der StA Korneuburg (54 BAZ 417/15x) bei meiner zuständigen Polizeidienststelle und habe dabei sowohl meine persönlichen Wahrnehmungen als auch die der mir berichtenden Augenzeugen dargelegt. Zudem haben wir heute noch weiteres Beweismaterial, Zeugenadressen und Fotos nachgereicht, die uns erst vor kurzem zugeschickt worden sind. Wir beobachten diese Frau, die ganz offensichtlich an einer krankhaften Pferdesammelsucht, möglicherweise auch falsch verstandenem Helfersyndrom und damit verbundenem Messietum und starker Vernachlässigung ihrer Tiere leidet, bereits seit mehr als 10 Jahren. Die Zeugen sprechen fast unisono von viel zu vielen Tieren mit viel zu wenigen Unterständen, Futter- und Wasserstellen, Ungeziefer, Parasiten, Dreck und Mist überall, der nur gelegentlich zu `Kotbergen` zusammengeschoben wird, sowie allgemein zu wenig Futter, v.a. für ältere und schwächere Tiere. Dazu kommt unkontrolliertes und wahlloses Vermehren, da unkastrierte Hengste und Stuten permanent zusammen sind bzw. waren, wobei auch riesige Norikerhengste kleine bzw. viel zu junge Stuten decken; als Folge davon kommt es nicht nur zu Inzucht mit allen Folgekrankheiten, sondern auch zu jeder Menge Fehl- oder Totgeburten, die dann heimlich durch die SARIA entsorgt werden müssen."(Siehe auch beiliegende Fotos, weitere können auf Anfrage zugesandt werden).

Außerdem soll - aus genannten Gründen - kein lokal ansässiger Tierarzt mehr den Hof betreten, auch weil diese Person kaum Rechnungen bezahlt, überall nur Schuldenberge hinterläßt und zudem ein Insolvenzverfahren anhängig ist. Also bemüht sie einen tschechischen Tierarzt, dessen Berufsausübungslizenz in Österreich ebenfalls noch zu hinterfragen ist und von dem sie Medikamente bezieht bzw. diese auch - gesetzeswidrig - selbst verabreichen soll, inklusive Antibiotika und Narkotika. Aus diesen unsachgemäßen bzw. gar nicht oder viel zu spät erfolgten "Behandlungen" ergeben sich zwangsläufig viele tierschutzrelevante Schmerzen und Leiden, auf die sich u.a. die Anklage stützt. Auch für diese Beobachtungen gibt es etliche Zeugen, die bereit sind, dies auch vor Gericht auszusagen. Ebenso wären die durch die Kotberge auf unbefestigtem Untergrund sich ergebenden wasserschutzrechtlichen Folgen, aber auch die möglichen gewerberechtlichen Belange zu überprüfen, da sie ja über ihren vorgeschobenen Verein keinerlei Steuern bezahlt, obwohl sie auch Einstellbetrieb ist bzw. gewerbliche Verköstigungen anbietet.

Dr. Plank abschließend: "Wir kennen diese Person nun schon mehr als 10 Jahre, uns wurden immer wieder schwerste Mißstände aus ihren diversen Lokalitäten zugetragen und sie wurde auch mehrmals angezeigt - u.a. vom Österr. Pferdeschutzverband. Es wäre jetzt hoch an der Zeit, daß die zuständigen Verwaltungs-Behörden und Gerichte endlich tätig werden, um weiteres unnötiges Tierleid zu verhindern. Die Sorge der Behörden, daß sie nicht wissen, was dann mit all den Tieren passieren soll, wenn sie beschlagnahmt werden sollten, ist nur teilweise begründet; denn erstens kann man diesen Zuständen nicht noch weitere 10 Jahre zuschauen und zweitens finden sich im Falle eines Falles immer sehr viele Tierfreunde und/oder in- und ausländische Tierschutz-Organisationen, die bereit sind zu helfen und möglichst viele Tiere auf gute neue Plätze zu vermitteln. Es wäre also höchste Zeit für die Behörden, hier endlich tätig zu werden und dieser Pferdesammelwut und Tierquälerei ein Ende zu bereiten!"

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ANIMAL SPIRIT
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