FPÖ-Neubauer: Mit Peter Kienesberger hat einer der bedeutendsten Südtiroler Freiheitskämpfer diese Welt verlassen

Wien (OTS) - Tief betroffen vom Ableben des gebürtigen Gmundeners Peter Kienesberger zeigte sich heute der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer. Motiviert, vor allem durch die grausamen Folterungen an Südtiroler Häftlingen durch italienische Carabinieri, kündigte der damals Achtzehnjährige seinen Arbeitsplatz und beschloss, sich dem Einsatz für die Freiheit Südtirols zu widmen.

"Peter Kienesberger litt schwer darunter, dass ihm gemeinsam mit Dr. Erhard Hartung und Egon Kufner das Attentat auf der Porze-Scharte angelastet wurde, bei welchem angeblich vier italienische Soldaten zu Tode gekommen sein sollen. Er wurde 1971 in einem menschenrechtswidrigen Prozess, nach der faschistischen Strafprozessordnung in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine Begnadigung blieb ihm verwehrt, da von ihm verlangt wurde, die ihm angelasteten Taten zu bereuen, was einem Schuldeingeständnis gleich gekommen wäre. Aus diesem Grund war es ihm auch bis zuletzt nicht möglich, jemals wieder sein geliebtes Südtirol zu besuchen", sagte Neubauer.

In seiner neuen Heimat Nürnberg gründete er gemeinsam mit seiner Frau Elke einen Verlag und Buchhandel und setzte sich so mit publizistischen Mitteln für die Freiheit Südtirols ein. Er verlegte historische Dokumentationen, sowie die Zeitschrift "Der Tiroler" und baute ein beeindruckendes Informationsnetzwerk auf, über welches er zahlreiche Menschen erreichte.

"Wir verlieren mit Peter Kienesberger eine großartige Persönlichkeit, die ihr ganzes Leben dem Kampf um die Freiheit Südtirols gewidmet hat. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie", so Neubauer.

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