Grossmann fordert Maßnahmenkatalog bei Wegweisungen nach dem Gewaltschutzgesetz

Nach Amokfahrt in Graz müssen Taten folgen

Wien (OTS/SK) - Nach der Amokfahrt in Graz fordert SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Grossmann einen umfassenden Maßnahmenkatalog bei Wegweisungen nach dem Gewaltschutzgesetz, der unter anderem eine Forcierung der Täterarbeit beinhaltet und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden optimiert. "Ich fordere eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe unter Einbeziehung der Länder, um ein möglichst lückenloses Netzwerk aufzubauen", so Grossmann am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Weiters muss die Gefährlichkeitsprognose in jedem Fall nach eindeutigen Kriterien eigens geprüft werden, um darauf aufbauend vorbeugende Maßnahmen (die auch freiheitseinschränkend sein können) zu veranlassen: "Insbesondere dahingehend ob eine weitere Tatbegehungsgefahr für die Familie oder für die Gesellschaft vom Weggewiesenen zu befürchten ist", betont die SPÖ-Abgeordnete und weiter: "auch psychologische und soziale Hilfestellungen (wie etwa Notunterkünfte) sind verstärkt anzubieten". Dringend erforderlich wäre eine verbesserte Gewaltprävention durch Maßnahmen der Bewusstseinsbildung sowie Beratungsgespräche für Männer und männliche Jugendliche durch geschultes Fachpersonal.

"Dazu bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Länder mit dem Bund, der beispielsweise auch Rücklagen im Justizministerium beziehungsweise Strafgelder zweckgewidmet heranziehen könnte", so Grossmann abschließend. (Schluss) up/rm/mp

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