CARE zur Aufstockung der Auslandshilfe

Wien (OTS) - Die Erhöhung der Mittel für den Auslandskatastrophenfonds ist eine langjährige Forderung von humanitären Hilfsorganisationen. Mit lediglich fünf Millionen Euro für die Auslandshilfe hat Österreich im internationalen Vergleich besonders schlecht abgeschnitten. Die Hilfsorganisation CARE begrüßt daher die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds von fünf auf 20 Millionen Euro, die 2013 auch im Regierungsprogramm festgeschrieben wurde.

Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich: "Die Mittel für Auslandshilfe von fünf auf 20 Millionen Euro ab 2016 zu erhöhen, ist ein mehr als überfälliger Schritt angesichts des bisher marginalen Betrags. Wir dürfen nicht vergessen: Die Anzahl der Flüchtlinge weltweit ist so hoch wie überhaupt nie zuvor, hunderttausende Menschen im Südsudan, im Tschad, in Niger und weiteren Staaten sind vom Hunger bedroht, die Nothilfe für zahlreiche Krisenherde weltweit ist schwer unterfinanziert. Wir begrüßen daher den heute gesetzten Schritt."

Allerdings wird die - ebenfalls dringliche - Erstellung eines Stufenplans zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in die ferne Zukunft verlegt. Obwohl im Mai von Bundeskanzler und Vizekanzler zugesagt wurde, einen solchen bis zum Sommer vorzulegen, wird die Erarbeitung des Stufenplans erst bis 2030 erfolgen. Dieses Ziel - 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfe - sollte als internationale Verpflichtung Österreichs bis heuer erfüllt sein: Im Zieljahr der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen. Österreich zählt auch hier mit aktuell 0,26 % zu den Schlusslichtern in Europa.

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