Ministerrat – Bundeskanzler Faymann: Griechenland-Beschluss erster Schritt auf steinigem Weg aus der Krise

„Grexit“-Befürworter müssen „glücklicherweise nicht beweisen, welche Folgen das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro gehabt hätte“

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hat am Dienstag im Pressefoyer nach dem Ministerrat zu den aktuellen Beschlüssen zu Griechenland Stellung genommen. "Mit den Beschlüssen der Finanzminister und der Staats- und Regierungschefs der Eurozone wurde die Basis für einen Ausweg aus der Krise geschaffen, aber es ist nur ein erster Schritt auf einem steinigen Weg, der noch viele Stolpersteine birgt", sagte Faymann. Der nun gewählte Weg, auf gemeinsame Lösungen zu setzen, sei kein einfacher. Doch jene, die sich auf die Nationalstaaten zurückziehen und nicht weiter in die Gemeinsamkeit investieren wollen, "müssen glücklicherweise nicht in der Realität beweisen, was es bedeuten würde, wenn man in einer Situation der wirtschaftlichen Krise die Grenzen dichtmacht, die Mauern hochzieht und die wirtschaftlichen Beziehungen zerstört:
Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit wären die Folgen", betonte der Bundeskanzler. Dieser in den vergangenen Wochen ebenfalls diskutierte Weg würde humanitäre Hilfe in Milliardenhöhe bedeuten. "Niemand kann behaupten, dass ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone billiger wäre. Es wäre menschlich, politisch und wirtschaftlich nicht billiger." ****

Klar sei, so Faymann, dass sich Griechenland aus der Krise herausinvestieren müsse. Die mitbeschlossenen Reformprogramme sollen helfen, Investitionen zu ermöglichen. In einen "Grexit" könne das Land immer schlittern, denn ein Versagen sei nie auszuschließen, aber jetzt sei die Basis dafür geschaffen worden, dies zu verhindern. "Der harte Weg der Umsetzung der geforderten Reformen wird uns noch lange beschäftigen", sagte Faymann.

Der Bundeskanzler sprach der Regierung seinen Dank für die gute Zusammenarbeit und das gemeinsame, eng abgestimmte Vorgehen aus. Auch der Weg, das weitere Hilfsprogramm für Griechenland auf parlamentarischer Ebene zu diskutieren und zu beschließen, sei zu unterschreiben.

Zu den Atom-Verhandlungen mit dem Iran sagte der Kanzler, dass diese durch das unermüdliche Engagement der Beteiligten ins Ziel gebracht wurden. Wien sei ein guter Boden für Verhandlungen. (Schluss) bj/sc

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