Bildungsaktivitäten und Freizeitbeschäftigung für Flüchtlinge in Wien

Verein Wiener Jugendzentren und Kinderfreunde starten Projekt „connect.erdberg“, um Jugendlichen im „Camp Erdberg“ Bildung und Freizeitaktivitäten zu bieten

Wien (OTS) - In der Bundesbetreuungsstelle in Wien-Erdberg sind derzeit rund 500 Flüchtlinge untergebracht - 275 davon sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Neben einer ungewissen Zukunft, ist es für sie sehr belastend, vor Ort keine Möglichkeiten zu haben, ihre Tage sinnvoll zu gestalten und Aktivitäten zu unternehmen. Hier schafft nun das Projekt "connect.erdberg" Abhilfe. Der Verein Wiener Jugendzentren (VJZ) koordiniert in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Kinderfreunden (ÖKF) unter Mithilfe anderer Organisationen wie der VHS, der Caritas, der Volkshilfe Wien, der Diakonie, dem ASKÖ WAT, dem Shaolin-Tempel, den Nachbarschaftszentren, Don Bosco oder Juvivo sinnvolle und kurzfristig durchführbare Angebote für Flüchtlinge.

Ziel von "connect.erdberg" ist es, verschiedene Anbieter mit ähnlichen Vorhaben zu vernetzen und einen "Stundenplan" der Aktivitäten zu erstellen. All das passiert in enger Abstimmung und Rücksprache mit dem Asylzentrum "Camp Erdberg". "connect.erdberg" hilft auch beim Finden von Örtlichkeiten für Aktivitäten und vermittelt DolmetscherInnen, sofern das erforderlich und möglich ist. Hilfsbereite Menschen können den Flüchtlingen nun über die beteiligten Organisationen abgestimmt und effizient helfen. Eingebettet ist das Projekt auch in die Freiwilligeninitiative der Stadt Wien (www.freiwillig.wien.at), wo interessierte Wienerinnen und Wiener unter dem Menüpunkt "Freiwillig für Wien" mithilfe einer eigenen Suchmaschine Angebote für ehrenamtliche Hilfsaktivitäten finden können.

Das bieten die Aktivitäten den Jugendlichen:

Erste Lernerfahrungen mit deutscher Sprache
Prävention des Lagerkollers, der mitunter auch depressive Folgen haben kann
Abwechslung im Alltag
Sport und Bewegung
Die Tagesstruktur über Aktivitätsangebote verbessern
Spaß und Lebensfreude erfahren, positive Erlebnisse
"Sinnvolle Beschäftigung"

Jugendstadtrat Christian Oxonitsch: "Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Die Menschen, die in Erdberg untergekommen sind, mussten mitunter schreckliche Schicksalsschläge ertragen und haben in vielen Fällen auch noch alles verloren. Nur ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit bereitzustellen, ist in dem Fall zu wenig. Die Flüchtlinge bekommen jetzt die Möglichkeit, ein wenig auf andere Gedanken zu kommen, Energie zu tanken und in die Zukunft zu schauen. Die Angebote von connect.erdberg sollen helfen diesen Menschen nützliches Wissen zu vermitteln, und auch ein wenig Mut, Zuversicht und Lebensfreude zu ermöglichen. Das ist im Sinne der Menschlichkeit kein Luxus sondern ein Grundbedürfnis in dieser Situation."

Obfrau des Vereins Wiener Jugendzentren LAbg. Tanja Wehsely: "Es ist der Stadt Wien und ihren großartigen Einrichtungen zu verdanken, dass es ein friedliches und gutes Zusammenleben gibt! Es ist die Leistung der kommunalen Jugendarbeit, besonders der Wiener Jugendzentren, dass wir junge Menschen - egal woher sie kommen -schätzen, ernst nehmen und an ihrer Seite stehen! Wir wollen Jugend ermöglichen und fragen NICHT nach Geburtsort oder Muttersprache. Kinder und Jugendliche sollen sich in unserer Stadt willkommen, angenommen, unterstützt und sicher fühlen!"

Kinderfreunde Bundesgeschäftsführer LAbg. Jürgen Czernohorszky:
"Die Flüchtlinge im Asylzentrum Erdberg werden mit Schlafplätzen und Essen versorgt. Ihre Situation ist besser als in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen, aber dennoch von Sorgen geprägt, da ihre Zukunft ungewiss ist. Das Warten bis zur Klärung ihres Aufenthaltsstatus ist für viele Flüchtlinge sehr belastend. Und besonders die Jüngsten leiden stark darunter, in dieser Zeit keinerlei Möglichkeit einer sinnvollen Tagesgestaltung zu haben. Genau hier setzt connect.erdberg mit Angeboten an. Hilfsbereite Menschen sind eingeladen sich aktiv daran zu beteiligen."

Das Jugendzentrum come2gether in Wien 3., Schlachthausgasse 30 ist örtlicher Angelpunkt und beherbergt auch das Projektbüro. Derzeit sind in Wien Erdberg rund 500 Flüchtlinge untergebracht, wo sie mit Schlafplätzen und Essen versorgt werden. Erdberg fungiert als Außenstelle der Erstaufnahmestelle Traiskirchen. Deswegen ist der Status der Personen zum Teil ungeklärt und ihre Unterbringung in Erdberg meistens nur vorrübergehend und kurzfristig.

Rückfragen & Kontakt:

Florian Weis
Mediensprecher StR. Christian Oxonitsch
Telefon: 01 4000-81440
E-Mail: florian.weis@wien.gv.at
www.oxonitsch.at

Mag.a Christa Wildfellner
Verein Wiener Jugendzentren, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01/278 76 45-24
E-Mail c.wildfellner@jugendzentren.at
www.jugendzentren.at

Österreichische Kinderfreunde
Mag. (FH) Daniel Bohmann
Pressereferent
01/512 12 98 - 60, 0699/19529488
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www.kinderfreunde.at

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