GÖD-BMHS-Gewerkschaft solidarisiert sich mit ÖH-Forderung

Tausende Lehrer/innen von Optionsrecht ausgeschlossen

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der BMHS-Gewerkschaft solidarisiert sich mit dem Anliegen der ÖH und verlangt ebenfalls rasch eine Novellierung des gerade erst beschlossenen neuen Lehrer/innendienstrechts. Er bestätigt die Feststellung der ÖH, dass Studierende der PHs auf Ersuchen der Schulverwaltung Unterrichtsstunden zur dringlich notwenigen Sicherung des Unterrichts an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen angenommen haben. Ihre Hilfsbereitschaft wird nun damit "belohnt", dass ihnen kein Wahlrecht zwischen beiden Dienstrechten eingeräumt wird. "Jene, die ihrer Berufung vor dem Studienabschluss folgten, werden ein langes Lehrer/innenleben unter ihrer Hilfsbereitschaft leiden. Ihre Unzufriedenheit wird sie ein Leben lang begleiten", so der Vorsitzende Jürgen Rainer.

Noch weitere Lehrende vom Optionsrecht ausgenommen.

Die für das neue Dienstrecht zuständigen Ministerinnen (BM Schmied, BM Heinisch-Hosek) haben mehrmals öffentlich betont, dass ALLEN ab 2014/15 eintretenden Lehrerinnen die Option, das gewünschte Dienstrecht selbst wählen zu können, eingeräumt wird. Tatsächlich werden Tausende vom Optionsrecht ausgeschlossen. Nicht optieren können z.B. Lehrer/innen für sozialfachliche Unterrichtsgegenstände an Sozialschulen, Kunstlehrer/innen mit Magisterium einer Kunstuniversität, Lehrer/innen für musikalische Unterrichtsgegenstände an BMHS trotz Diplomprüfung bzw. Bachelorgrades, Lehrer/innen für Kindergartenpraxis, Didaktiklehrer/innen an BAKIPs und Sonderkindergärtner/innen. Hinzu kommen noch jene Quereinsteiger aus der Privatwirtschaft, für die an den Hochschulen gar keine Pädagogikausbildung angeboten wird.

Die BMHS-Gewerkschaft fordert deshalb die rasche Reparatur des neuen Dienstrechts dahingehend, dass allen LehrerInnen und Lehrern - wie von der Regierung versprochen - die Inanspruchnahme des Wahlrechts bzw. des Optionsrechts möglich ist.

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Prof. MMag. Jürgen Rainer
Vorsitzender BMHS-Gewerkschaft
e-mail: juergen.rainer@goed.at
1080 Wien, Strozzigasse 2
0664/498 14 30

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