ÖGJ: Jugendliche durch Kürzungen beim Zivildienst verunsichert

Abgeleisteter Zivildienst im Regelfall Voraussetzung für Arbeitsplatz

Wien (OTS) - Seit Bekanntwerden der Kürzungen im Bereich des Zivildienstes vor wenigen Wochen mehren sich bei der Österreichischen Gewerkschaftsjugend die Anfragen und Beschwerden. "Zahlreiche junge Burschen sind verunsichert und wollen wissen, wie sich die Zuweisungskürzungen auf ihre Lebensplanung auswirken", betont Sascha Ernszt, Vorsitzender der ÖGJ. Es stelle die Jugendlichen vor große Probleme, den Zivildienst erst später antreten zu können, als ursprünglich geplant. Viele hätten soeben die Schule oder Lehre beendet und würden jetzt keinen Arbeitsplatz finden, da im Regelfall keine Firma jemanden übernimmt, der den Zivildienst noch nicht abgeleistet hat, so Ernszt weiter. ****

"Gerade angesichts der angespannten Situation am Arbeitsmarkt ist es wenig hilfreich, wenn den Jugendlichen weitere Steine in den Weg gelegt werden. Das sind Einsparungen am falschen Platz", sagt der ÖGJ-Vorsitzende. Darüber hinaus erinnert er daran, dass die Befürworter der Wehrpflicht im Vorfeld der Volksbefragung mit der Wichtigkeit des Zivildienstes für die Sozialeinrichtungen argumentiert hätten. "Anscheinend war das nicht mehr als billige PR, denn von Seiten des zuständigen Ministeriums gab es bisher kein Einlenken. Hier werden jungen Menschen bestraft, die sich sozial engagieren wollen", bemerkt Ernszt abschließend. (Schluss)

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