Nationalrat – Cap: Es lohnt sich, für ein starkes Europa zu kämpfen

Die Verlierer in Griechenland sind die Arbeiter und die Pensionisten – Grexit ist die teuerste Lösung für ganz Europa - Finanz-Souveränität der Mitgliedsstaaten muss erhalten bleiben

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Vizeklubobmann Josef Cap hat heute, Donnerstag, die Notwendigkeit einer starken Europäischen Union und eines starken Euros unterstrichen. Ein Grexit, also ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone, würde die österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen 10 Milliarden Euro kosten, betont Cap. "Wie brauchen nicht Hilfs- sondern Wachstumsprogramme in Griechenland", so Cap. ****

"Wachstumsprogramme bringen Beschäftigung, Handel, Steuereinnahmen und die Möglichkeit, in Zukunft Schulden zurückzuzahlen." Alles andere ginge zu Lasten des österreichischen und europäischen Steuerzahlers. "Wir wollen ein starkes Europa und eine starke Eurozone", so Cap. Die Verursacher der jetzigen Situation und Blockierer eines Neuaufbaus sieht Cap in den konservativen Kräften der Europäischen Union. "Diejenigen, die Steuerhinterziehung tolerieren und die Finanztransaktionssteuer blockieren, sind Schuld an der Krise! Sie waren die Ersten, die über ein Referendum diskutiert haben, allen voran der Herr Cameron in London", kritisiert Cap.

"Wer einen Grexit und eine Staatspleite befürwortet, der weiß nicht, wovon er spricht", denn das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone oder der EU sei die teuerste Lösung und für die Menschen in Griechenland absolut nicht mehr verkraftbar. Diejenigen, die jetzt schon am meisten unter der Krise leiden, seien die mit einem geringen Einkommen, die Pensionisten und die, die ihr Geld nicht ins Ausland verschieben konnten. Wichtig sei es, sich in Richtung Konsens zu bewegen und nicht unüberlegte Grexit-Theorien zu befürworten, erklärte Cap in Richtung Strache.

Riskant schätzt Cap eine zentralistische europäische Finanzverwaltung ein, einen "Megafinanzminister" - man könne an Griechenland sehen, wie neoliberal die Troika gearbeitet habe. "Die Troika prognostizierte für Griechenland einen wirtschaftlichen Aufschwung von 3,5 Prozent - und was geschah? - ein Einbruch von 25 Prozent! Die Troika verursachte unter anderem einen Steigerung der Arbeitslosigkeit, Sinken der Beschäftigung, Reduktionen im Pensionssystem und vieles mehr", bekräftigte Cap gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. (Schluss) ve/cs/mp

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