Wiens Bürgermeister unterstützt Forderungen des DSE

Mehr Geld zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit – Eingliederungsbeihilfe auch für Transitarbeitskräfte

Wien (OTS) - "Es freut uns, dass der Wiener Bürgermeister eine Forderung des DSE aufgreift und mehr Geld und Gestaltungsspielraum vom Bund für den Wiener Arbeitsmarkt verlangt", so Christoph Parak, Geschäftsführer des Wiener Dachverbands für sozial-ökonomische Einrichtungen.

Bürgermeister Michael Häupl forderte gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner kürzlich in einem Pressegespräch zusätzliche Fördermittel in Höhe eines "zweistelligen Millionenbetrags", um etwas "Vernünftiges auf die Beine stellen zu können". Bereits im Frühjahr forderte der DSE eine Aufstockung der Mittel, um etwas gegen die Besorgnis erregende Langzeitarbeitslosigkeit zu tun. So verdoppelte sich in den letzten drei Jahren die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Das heißt, fast jede/r zweite arbeitslose WienerIn ist länger als ein Jahr ohne bezahlte Arbeit.

Eingliederungsbeihilfen auch nach Job im "Zweiten Arbeitsmarkt"

Genauso zu begrüßen ist die "Forderung nach mehr Flexibilität" in der Handhabung vorhandener Fördermittel. Zuletzt forderte der DSE eine Öffnung der Zweckbindung arbeitsmarktpolitischer Mittel. Heuer fließen 6 Millionen Euro an den Bund zurück, weil diese Geldmittel als Eingliederungsbeihilfen, für über 50jährige Arbeitsuchende, von Wiener Unternehmen nicht abgeholt wurden. "Dieses Geld könnten die sozialökonomischen Betriebe sehr gut gebrauchen. In der jetzigen Regelung gibt es für Transitarbeitskräfte nach ihrem Dienstverhältnis in einem Betrieb des zweiten Arbeitsmarkts keine Eingliederungsbeihilfen, das macht es viel schwieriger, feste Anstellungen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln", so Parak. Der "Zweite Arbeitsmarkt" bietet geförderte Arbeitsplätze. Die Wiener sozialökonomische Einrichtungen arbeiten in den Geschäftsbereichen persönliche Dienstleistungen und Reinigung, Gastronomie, Handel und Handwerk, Reparatur und Design u.v.m. Langzeitbeschäftigungslosen Menschen erhalten dabei zeitlich befristete, geförderte Arbeitsplätze sowie individuelle Beratung und Betreuung.

Wirtschaftsprognosen zu Folge steigt in Wien die Arbeitslosigkeit bis 2019 auf 15 Prozent an. Es zeigt den ungebrochenen Bedarf an Arbeit in sozialökonomischen Betrieben, die auch in der Bevölkerung einen großen Rückhalt finden. In einer SORA-Sozialbarometer-Studie gaben 70% der Befragten an, dass Langzeitarbeitslose einen Anspruch auf einen öffentlich geförderten gemeinnützigen Arbeitsplatz haben sollen.

DSE-Wien: Ansprechpartner für aktive Arbeitsmarktpolitik

Seit 2001 vertritt der Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen über 50 Betriebe und Beratungseinrichtungen. Alle DSE-Mitglieder sind gemeinnützig und haben sich der Beratung, Qualifizierung, Betreuung und Beschäftigung arbeitsmarktferner Menschen verschrieben. In Wien werden von diesen Organisationen jährlich über 20.000 Menschen beraten oder in Arbeitsverhältnisse vermittelt.

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