Kadenbach: Europa braucht ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft

SPÖ-Europaabgeordnete kritisiert konservativ-liberale Mehrheit: „Gegen verbindliches Ziel zur Steigerung der Ressourceneffizienz“

Wien (OTS/SK) - "Nie zuvor wurde weltweit so viel Abfall produziert wie heute. Gleichzeitig werden Rohstoffe knapper und teurer. Abgesehen von den katastrophalen Auswirkungen auf Umwelt und Klima stellt die verschwenderische Rohstoffnutzung auch ein erhebliches Risiko für die Wirtschaft dar. Daher müssen wir die Kreislaufwirtschaft als das Modell der Zukunft forcieren, in dem Produkte langlebig und Materialien recycelbar sind", betont SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach. Das Straßburger EU-Parlament hat bei der heutigen Abstimmung in einem Initiativbericht seine Position zur Kreislaufwirtschaft und zur effizienten Nutzung von Ressourcen festgelegt. "Dabei hat sich leider die konservativ-liberale Mehrheit gegen das verbindliche Ziel einer 30-prozentigen Steigerung der Ressourceneffizienz bis zum Jahr 2030 durchgesetzt", kritisiert Kadenbach. ****

"Durch die Neuausrichtung der europäischen Wirtschaft hin zum Kreislaufmodell könnten laut Schätzungen der Kommission bis zu zwei Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Unternehmen könnten zudem von erheblichen Einsparungen bei den Materialkosten profitieren", erklärt die Abgeordnete. Ausschlaggebend dafür sei aber die Verbindlichkeit des Effizienzsteigerungsziels. Kadenbach hofft dennoch auf einen entsprechend ambitionierten Vorschlag der Europäischen Kommission bis Jahresende.

"Mehr Recycling und Schluss mit der Wegwerfgesellschaft und Produkten, die einen Monat nach Ende der Garantiezeit den Geist aufgeben und direkt im Müll landen", fordert Kadenbach. Sie verweist auf die Forderungen im Initiativbericht nach separaten Müllsammlungssystemen für Papier, Glas, Plastik, Metall und Bioabfälle. "Diese Trennung gibt es längst nicht in allen Mitgliedstaaten, vielerorts wird den KonsumentInnen das Recycling nach wie vor erheblich erschwert. Das müssen wir ändern", so die SPÖ-EU-Mandatarin. (Schluss) bj/mp

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