Griechenland – Stronach/Dietrich: Keine Union der Kompromisse, das Volk hat sich entschieden

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende

Wien (OTS) - "Wir wollen keine Union der Kompromisse, wo die einen zahlen, die anderen verbrauchen. Wir wollen ein faires System, wo jeder was leistet", verlangte Team Stronach Klubobfrau Waltraud Dietrich in der Griechenland-Debatte. Es gehe nicht, "dass die einen Auflagen haben, die anderen zwar nicht - aber im Euro bleiben wollen. Wir wollen eine Union der Fairness", so Dietrich, die mahnte: "Was das griechische Volk abgestimmt hat, muss von uns akzeptiert werden!"

Es sei überheblich, zu sagen, "wir wissen, was die Griechen wollen", erklärte die Team Stronach Klubobfrau. Die Griechen hätten schließlich das Recht, ihren Weg festzulegen - "das haben sie mit dem Referendum gemacht!" Problematisch ist für Dietrich, "dass nun so getan wird, als ob nichts wäre - wo ist da die Glaubwürdigkeit unserer Regierung?"

Nach dem Referendum sei die Währungsunion mit ihren Lösungsideen an einer schwierigen Stelle angelangt. Dietrich erinnerte, dass Frank Stronach schon im Wahlkampf von zwei Euros gesprochen hatte: "Er hat Recht gehabt! Jedes Land soll seinen eigenen Euro haben und den gemeinsamen Euro als Verrechnungseinheit!" Diese Idee hätte mittlerweile auch die Währungsunion schon aufgegriffen.

"Dass die Griechen gegen Sparen und Auflagen entschieden haben, aber im Euro bleiben wollen - dagegen sind wir ganz klar", bekräftigte Dietrich. Andere Länder wie Spanien oder Irland hätten gespart und sich bemüht, "aber die Griechen schieben alles auf die Troika", kritisierte die Team Stronach Klubobfrau. "Doch die Troika ist nicht schuld an der schlechten Steuermoral, am fehlendem Grundbuch", nannte Dietrich einige Gründe für die drohende Staatspleite.

"Griechenland ist schon mit falschen Zahlen in den Euro gekommen, Kredite aufgenommen - und steht jetzt vor der Riesenpleite", erinnerte Dietrich, die nur zwei Möglichkeiten als Ausweg sieht:
"Entweder ein hartes Sparprogramm - da hat das griechische Volk dagegen gestimmt, oder eine Währung!" Eine Transferunion werde das Team Stronach ebenso wenig mittragen wie eine Fiskalunion, "denn jeder Staat soll Eigenständigkeit bei der Steuergesetzgebung haben!"

Die Team Stronach Klubobfrau mahnte, dass es auch in Österreich hunderttausende armutsgefährdete Menschen gibt, die sich das Leben nicht mehr leisten können, "aber wir spielen den reichen Onkel." Deshalb verlangte sie: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende; Griechenland hat entschieden - wir werden das akzeptieren!"

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