ORF III am Freitag: Drama „Blutsbrüder teilen alles“ von Wolfram Paulus und „Kottan ermittelt“-Doppel

Außerdem: Fritz Orter zum „zeit.geschichte“-Schwerpunkt über den Zerfall Jugoslawiens in „Kultur Heute“

Wien (OTS) - Ein spannendes Filmprogramm in Rot-Weiß-Rot präsentiert ORF III Kultur und Information am Freitag, dem 10. Juli 2015, im Hauptabend. Zunächst aber ist ORF-Reporter Fritz Orter anlässlich des ORF-III-"zeit.geschichte"-Jugoslawien-Schwerpunkts zum 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica zu Gast bei Ani Gülgün-Mayr in "Kultur Heute" (19.50 Uhr). Der vielfach ausgezeichnete ORF-Korrespondent, der seit 1991 regelmäßig vom Kriegsschauplatz in Ex-Jugoslawien berichtete, wird die sechsteilige, preisgekrönte BBC/ORF-Dokumentation "Bruderkrieg - Der Kampf um Titos Erbe" (11. und 18. Juli, ab 20.15 Uhr) anmoderieren und in ihrem zeitpolitischen Kontext einbetten. Außerdem prognostiziert ORF-Wetterexpertin Christa Kummer das Kulturwetter für das Wochenende.

Im ORF-III-Hauptabend ist dann das Coming-of-Age-Kriegsdrama "Blutsbrüder teilen alles" von Wolfram Paulus aus dem Jahr 2012 zu sehen, das eine Bubenfreundschaft während der NS-Zeit porträtiert. Im Jahr 1944 fallen Bomben der Alliierten auf Hallein und die letzte Welle der sogenannten Kinderlandverschickung (KLV) beginnt. Ferry (Johannes Nussbaum) und Alex (Lorenz Willkomm), zwei Blutsbrüder und umtriebige, neugierige, pubertierende Buben wollen sich partout nicht trennen, als Ferry von seiner Mutter verschickt wird. Durch einen Trick kommt Alex, der nichts von seiner jüdischen Herkunft weiß, gegen den Willen seiner Zieheltern kurzerhand einfach mit. Die beiden finden sich in einem tschechischen Kurort umgeben von HJ-Burschen und BDM-Mädchen wieder. Als Alex im ebenfalls dort stationierten renommierten Knabenchor TKC den bisherigen Chorbesten von seinem Platz verdrängt, hagelt es eine Schikane nach der anderen. Ferry kommt aber seinem Blutsbruder zu Hilfe und gemeinsam schlagen sie verwegen zurück. Zu sehen sind außerdem Udo Samel, Benedikt Hösl, Franziska Weisz, Felix Jancik und Susanne Lothar.

Anschließend folgt im Doppelpack der Austroserienhit "Kottan ermittelt" mit Kult-Kieberer Major Kottan alias Lukas Resetarits, der gemeinsam mit seinen Kollegen Schremser (Walter Davy) und Schrammel (Curt A. Tichy) Verbrechern mit Wiener Schmäh auf der Spur ist. Regisseur Peter Patzak persiflierte in den 1980er-Jahren das Genre des Kriminalfilms mit grotesken Situationen und Slapstickelementen. In "So long Kottan" (21.45 Uhr) wird ein telefonisch angekündigter Mord kurz darauf tatsächlich ausgeführt. In ähnlicher Weise kommt Kottan noch drei weitere Male zu spät. Beim letzten Anruf kennt Kottan den Ort des Verbrechens nur zu gut: Es ist sein eigenes Wohnzimmer. "Die Einteilung" (22.50 Uhr) führt danach ins Milieu ausländischer Zeitungsverkäufer. Die besten Verkaufsplätze bestimmen dort sogenannte "Einteiler". Als der korrupte "Einteiler" Ferdinand Breiner in der Nacht ermordet wird, sucht Kottan den Täter unter den ausländischen Verkäufern.

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