Preiner: Österreich bleibt gentechnikfrei

Österreich nimmt beim Verbot des Anbaus von GVOs weiterhin Vorreiterrolle in Europa ein

Wien (OTS/SK) - "Mit dem nun beschlossenen Rahmengesetz zum Gentechnikanbau ist die Grundlage dafür geschaffen, dass es in Österreich auch in Zukunft ein Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen geben wird. Damit erhalten wir die biologische Vielfalt in Österreich", zeigt sich SPÖ-Landwirtschaftssprecher und Sprecher für den ländlichen Raum Erwin Preiner zufrieden mit der gestern gefundenen Einigung. ****

"Österreich hat sich bereits im Jahr 2010 im Rahmen des Selbstbestimmungsrechts für ein Verbot der GVOs entschieden. Nun legt eine EU-Richtlinie die Möglichkeit für alle Mitgliedstaaten fest, den Anbau gentechnikfrei zu gestalten. Ich hoffe, dass wir nicht der einzige Mitgliedstaat in der EU bleiben, der diese Möglichkeit so rigoros umsetzt. Österreich hat hier auf jeden Fall eine Vorreiterrolle inne ", so Preiner.

"Das Verbot des Anbaus von GVOs erfolgt nun in zwei Stufen. Ein Produkt oder eine Produktgruppe kann von der Zulassung im gesamten Staatsgebiet ausgeschlossen werden. Dies wird vom Gesundheitsministerium der EU-Kommission mitgeteilt. Sollten Konzerne einzelne Produkte oder Produktgruppen dennoch in Österreich anbauen wollen, kann mit einem Beirat, in dem auch die Länder vertreten sind, die GVO-Freiheit mit qualifizierter Begründung durchgesetzt werden. Wenn Einhelligkeit im Beirat besteht, wird ein Verbot für das gesamte Bundesgebiet vom Landwirtschaftsminister verordnet. Argumente für ein Anbauverbot können sowohl umweltpolitische Gründe als auch sozioökonomische oder die Bodennutzung sein", erläutert Preiner den Prozess.

"Ich hoffe, dass in Zukunft nicht nur der Anbau gentechnikfrei sein wird, sondern auch bei den Futtermitteln verstärkt auf gentechnikfreie Produkte gesetzt wird", so Preiner. (Schluss) sc/ms/mp

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