Asyl: Rotes Kreuz fordert EU-weite Quotenregelung

Appell an die heute in Luxemburg tagenden EU-Innenminister

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum appelliert an die EU-Innenminister, sich auf eine faire Verteilung von Asylwerbern innerhalb der EU zu einigen. "Das ist wichtig, um eine adäquate Versorgung der Asylwerber zu gewährleisten und ein notwendiger Akt europäischer Solidarität", sagt Kerschbaum. Der Rotkreuz-Generalsekretär ist für die Errichtung eines Solidaritätsfonds, aus dem jene Staaten, die die Quoten übererfüllen, Ausgleichszahlungen erhalten.

Eine Quotenregelung würde nicht nur Österreich entlasten, das bis Jahresende mit bis zu 70.000 Asylwerbern rechnet, sondern auch andere EU-Staaten. In Griechenland etwa werden 2015 bis zu 200.000 Asylwerber erwartet.

Ein Einsetzen auf europäischer Ebene entbinde die politisch Verantwortlichen in Österreich keineswegs von ihrer Verpflichtung für eine adäquate Unterbringung zu sorgen, so Kerschbaum. "Wir brauchen einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Gemeinden - über alle Parteigrenzen hinweg", fordert der Generalsekretär. "Das ist aus humanitärer Sicht ein unbedingtes ’Muss‘." Nur so können untragbare Zustände wie sie derzeit in Traiskirchen herrschen beendet und nur so können jene Asylwerber, die derzeit in Zelten leben, adäquat untergebracht werden.

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