Allianz Invest: Aktienbullenmarkt mit Atempause

Q3: Aktien attraktiver als Anleihen, besonders in Europa - FED-Zinserhöhung im September erwartet

Wien (OTS) - Das zweite Quartal 2015 war von steigender Volatilität geprägt: Auf den Rentenmärkten haben nach den Tiefständen von Anfang April die Anleiherenditen stark angezogen - vor allem in der Eurozone. Die globale Aktienbewertung befindet sich historisch auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. "Der Aktienbullenmarkt ist nicht mehr ganz jung - wir sehen die Zinswende aber nicht als Ende des Zyklus. Auch wenn Griechenland aktuell die Schlagzeilen dominiert:
Europäische Aktien bieten nach wie vor Potenzial", erklärte Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz in Österreich und Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG, am Donnerstag vor Journalisten. Die näher rückende Zinserhöhung in den USA, leichte Erholung der Inflationserwartungen und die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung Griechenlands werden auch im kommenden Quartal für erhöhte Volatilität an den Anleihen-, Aktien- und Währungsmärkten sorgen.

Volkswirtschaftlicher Ausblick für das dritte Quartal

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen für das dritte Quartal, so zeigen sich global unterschiedliche Entwicklungen:
Die US-Wirtschaft hat sich von der Schwäche im ersten Quartal erholt, für das zweite zeichnet sich ein solides Wachstum in Höhe von über zwei Prozent ab - auch Arbeitsmarkt, Immobiliensektor und Konsumverhalten zeigen positive Trends. In der Eurozone hat sich die Erholung auch im ersten Halbjahr positiv fortgesetzt, vor allem bedingt durch die Euroschwäche sowie den höheren Konsum. Die Frühindikatoren deuten auf eine Fortsetzung der Konjunkturerholung hin. Das Wachstum der Schwellenländer wird hingegen laufend nach unten revidiert, auch in China. Die Inflationsraten dürften zu Jahresbeginn die Tiefststände gesehen haben und bewegen sich wieder nach oben; allein aufgrund der Basiseffekte beim Rohölpreis ist ein Anstieg bis zum Jahresende vorprogrammiert. Während das quantitative easing der EZB aus jetziger Sicht eher verlängert als frühzeitig beendet werden wird, mehren sich die Indizien für die erste FED-Zinserhöhung im September. "Die starke Dollaraufwertung liegt hinter uns, wir erwarten jedoch weiterhin niedrigere EUR-USD-Notierungen", erklärt Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH.

Chancen für Anleger in Q3/2015: Aktien vor Anleihen

"Im derzeitigen Umfeld raten wir Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen leicht überzugewichten", erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das kommende Quartal. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, Europa und Japan über- und Emerging Markets sowie die USA unterzugewichten. Aufgrund der expansiven FED-Politik, der stabileren Wirtschaftsentwicklung und der starken Performance der letzten Jahre ist die Bewertung der US-Aktien relativ aber auch historisch teuer. Für Europa spricht die Verfestigung der Gewinndynamik, gleichzeitig sollte die Makrostabilisierung und die niedrigen Zinsen die M&A-Aktivitäten ankurbeln. In Japan haben sich die Gewinnaussichten der Unternehmen aufgrund des schwachen Yens und niedriger Energiekosten weiter verbessert. Emerging Markets werden von Anlegern aufgrund der voraussichtlich negativen Auswirkungen von potenziellen FED-Zinserhöhungen gemieden.

Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz daher, Unternehmensanleihen überzugewichten, Emerging Markets und Europa neutral zu halten sowie USA unterzugewichten. Generell sind Investment Grade-Anleihen teuer bewertet, im Lichte der Konjunkturerholung und niedrigen Ausfallsraten erscheinen die höher verzinsten High Yield-Anleihen attraktiver. Bei den Emerging Markets verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer weiter, US-Zinserhöhungen sind generell für EM-Anleihen und die Währungen belastend. In den USA ist die Inflation aktuell noch sehr niedrig, jedoch laufen die positiven Effekte des Ölpreisverfalls zum Jahresende aus und am Arbeitsmarkt scheint sich Inflationsdruck aufzubauen.

Downloads im Internet unter http://www.ots.at/redirect/allianz40

Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
Foto: Mag. Christian Ramberger ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei Pressemeldung als PDF
Handout als PDF

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Bei der vorliegenden Pressemitteilung handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die vorliegende Marketingmitteilung stellt keine Anlageanalyse, Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Insbesondere ist sie kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Investmentfondsanteilen.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Rückfragen & Kontakt:

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
MMag. Manfred Rapolter, MA
Unternehmenskommunikation
+43 5 9009 80690
manfred.rapolter@allianz.at
www.allianz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AEV0001