Karas: "Herr Tsipras, fangen Sie endlich an zu arbeiten!"

EU-Parlamentsdebatte mit Premier Tsipras: "Wir wissen auch heute immer noch nicht, was sie wollen" / "Umgang mit Flüchtlingen Schande"

Straßburg, 8. Juli 2015 (OTS) "Endlich konkrete Vorschläge" forderte der Europaabgeordnete Othmar Karas vom griechischen Premierminister Alexis Tsipras in der heutigen Debatte des EU-Parlaments über die Griechenlandkrise. "Herr Tsipras, Sie haben uns heute wieder enttäuscht. Sie haben neuerlich eine Chance vertan. Wir wissen auch heute nicht, was Sie wollen", so Karas im Plenum
des Parlaments.

"Wir haben von Ihnen wieder keinen einzigen konkreten Vorschlag gehört, wie Sie die Korruption bekämpfen wollen, wie Sie zu mehr Steuereinnahmen kommen wollen, wie Sie die Verwaltung effizienter gestalten wollen, wie Sie die humanitäre Katastrophe verhindern wollen, wie sie Wachstum und Beschäftigung schaffen wollen", so Karas zu Tsipras.

Karas stellte die Frage, ob Tsipras überhaupt an einer Lösung interessiert sei. "Ich habe den Eindruck, Sie wollen gar nicht. Sie haben jetzt nur noch 48 Stunden Zeit. Fangen Sie endlich an, zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Hören Sie auf, die Völker gegeneinander auszuspielen. Beenden Sie Ihr Spiel", so Karas mit Nachdruck.

Karas erinnerte daran, dass die EU ist eine Werte- und Rechtsgemeinschaft ist. "Wer die europäischen Werte verletzt, schwächt den Einigungsprozess. Ohne das Handeln als Solidaritätsgemeinschaft wäre Griechenland schon lange zahlungsunfähig. Die Europäische Union ist mehr als die Summe nationaler Egoismen", betonte der Europaabgeordnete.

Gleichzeitig appellierte Karas in der Debatte an den Präsidenten des Europäischen Rats, Donald Tusk, unter den Mitgliedstaaten endlich mehr Solidarität in der Flüchtlingsfrage durchzusetzen. "Ich teile die Enttäuschung von Jean-Claude Juncker über den Mangel an europäischer Solidarität und gemeinsamem politischen Willen zu einem verpflichtenden Aufteilungsschlüssel für die Menschen, die in die EU flüchten. Es ist eine Schande, wie wir uns als Rechts- und Wertegemeinschaft gegenüber der größten Flüchtlingswelle seit Jahrzehnten verhalten", so Karas.

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