Christian Ragger: 10 Fragen zur Nutzung einer Bruchbude als Asylanten-Zentrum

Wer ersetzt den Tourismusbetrieben in Ossiach den Schaden durch Gäste-Stornierungen?

Klagenfurt (OTS) - Die seltsame Vorgangsweise von Innenministerin Mikl-Leitner und von LH Dr. Peter Kaiser eine von Medien mit Recht als "Bruchbude" bezeichnete Liegenschaft in der Tourismusgemeinde Ossiach als dauerhaftes Asylanten-Verteilerzentrum zu nutzen, wird laut dem Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger viele Fragen auf. Man könne nur den Kopf darüber schütteln, dass Bund und Land einen 750-Seelenort zu einem sozialen Brennpunkt machen. Ossiach sei so überschaubar, dass über 100 Flüchtlinge, die hier dauerhaft Platz finden sollen, den Ortscharakter total verändern und die Attraktivität als Wohn- und Urlaubsort erheblich beeinflussen. "Diese willkürliche politische Entscheidung überfordert die Bevölkerung in Ossiach massiv", stellt Ragger fest. Nicht umsonst habe bisher die klare Richtlinie bestanden, dass man Tourismusgemeinden keine Asylanten zuweist, weil Urlaubsgäste sensibel auf Veränderungen reagieren.
Ragger stellt folgende 10 Fragen:
Mehrere Touristen stornierten bereits ihren gebuchten Aufenthalt in Ossiach mit Hinweis auf das Asylanten-Verteilerzentrum. Wer wird den Betrieben diesen Schaden ersetzen?
Wieso schweigen ÖVP-Tourismuslandesrat DI Christian Benger und die Wirtschaftskammer dazu und lassen die Betriebe im Stich?
Wie will man das seit Jahren unbewohnte und verwahrloste Gebäude in wenigen Wochen so weit instand setzen, damit es als Flüchtlingsunterkunft geeignet ist?
Wie konnten Prüfer von Bund und Land dieses desolate Gebäude als wohngeeignet für Menschen beurteilen? Im Vergleich dazu ist das von Rot-Grün gesperrte und verteufelte Heim auf der Saualm in einem Top-Zustand.
Wie wird man die Nutzungssicherheit im Sinne der Kärntner Bauordnung gewährleisten?
Wie will man in wenigen Wochen angesichts verschimmelter Wände hygienisch akzeptable Bedingungen schaffen?
Wie sollen die maroden sanitären Anlagen bis September saniert werden?
Wer trägt die Kosten für die erheblichen notwendigen Instandhaltungsinvestitionen?
Damit diese sich rentieren, muss eine langfristige Nutzung des Areals gewährleistet sein. Welche zeitlichen Garantien geben Bund und Land dem Besitzer?
Das Problem für Ossiach besteht ja darin, dass ein auswärtiger Investor, der sich mit dem Objekt offenbar verspekuliert hat, eine Chance sieht, mit Asylanten sein Investment doch noch zu retten. Er kann aus einem abbruchreifen Objekt noch unerwartete Erträge erwirtschaften. Inwieweit trafen sich hier politische und wirtschaftliche Interessen, zumal der Liegenschaftsbesitzer sehr gut mit der ÖVP Niederösterreich und St. Pölten vernetzt ist?
Da bei Ragger bereits zahlreiche Anrufe und Emails betreffend Urlaubs-Stornierungen rund um die Gemeinde Ossiach eingegangen sind, wird es ab sofort eine eigene Hotline geben, um diese Anliegen besorgter Urlauber entgegenzunehmen. "Das Rechtsreferat des Landes Kärnten sammelt diese Anträge und bereitet in weiterer Folge eine Sammelklage gegen die Republik Österreich vor", lässt Ragger wissen. Die Hotline ist unter 050 536 22401 und post.ragger@ktn.gv.at erreichbar.

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