Rauchverbot – Stronach/Dietrich: Prävention statt Verbote!

Wir wollen mündige Bürger und Gastronomen, die über ihr Lokal selbst entscheiden können

Wien (OTS) - "Wir wollen mündige Bürger die selbst entscheiden; wir wollen den Gastronomen die Entscheidung überlassen, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal führen. Und die Gäste sollen entscheiden können, in welches Lokal sie gehen", forderte Team Stronach Klubobfrau Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag zum Tabakgesetz. Statt Verboten forderte sie eine massive Präventionsarbeit, die in Deutschland etwa sehr wirkungsvoll ist.

"Ich verstehe die Position der Gesundheitsministerin - aber man kann nicht alles Gesundheitsschädliche wegräumen. Ob Zucker oder Fastfood - es gibt eine große Palette an schädlichen Substanzen. Schädlich ist auch der Feinstaub, der hauptsächlich durch Hausbrand verursacht wird. Hören wir jetzt auf zu heizen?", so Dietrich, selbst passionierte Nichtraucherin. Das ursprüngliche, von Kurzzeitministerin Andrea Kdolsky hinterlassene, verpfuschte Tabakgesetz habe im Ranking der "patscherten" Gesetze einen Spitzenplatz erreicht, so Dietrich. Doch die Reparaturversuche bis zum totalen Rauchverbot in der Gastronomie führten laut Dietrich dazu: "die Wirte haben Existenzängste!" - dies hätten Gespräche der Team Stronach Klubobfrau bei der Wirtedemo klar gezeigt.

"Wir wollen einen freien Staat, die Bürger sollen nicht vom Staat dominiert und eingeschränkt werden", verlangte Dietrich. Zudem müsse man zur Kenntnis nehmen, "die Leute hören nicht auf zu rauchen, das Problem wird nur verlagert!" Werde vor den Lokalen geraucht, komme es wohl zu Problemen mit Anrainern, die sich durch den Rauch belästigt fühlen, warnte Dietrich. Statt Verbote forderte sie mehr Präventionsarbeit wie etwa in Deutschland: "Die Raucher-Prävention an Schulen hat dazu geführt, dass der Anteil der 12- bis 17-jährigen Raucher halbiert und das Antrittsalter erhöht wurde". Neben Prävention verlangte Dietrich die Möglichkeit der freien Entscheidung: "Selbstbestimmung ist ein hoher Wert in einer Demokratie! Treten Sie diesen Wert nicht mit Füßen!"

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