- 07.07.2015, 13:04:48
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Wissenschaftsrat: Neubestellungen nach Auslaufen der Funktionsperioden durch den Ministerrat genehmigt
Wien (OTS) - Der Österreichische Wissenschaftsrat steht mit dem
Jahreswechsel 2015/2016 vor einer weitreichenden Umgestaltung. Zu
diesem Zeitpunkt werden die Funktionsperioden des gegenwärtigen,
prominenten und hochschulpolitisch aktiven Präsidiums, bestehend aus
dem Konstanzer Wissenschaftsphilosophen Prof. Jürgen Mittelstraß
(Vorsitz), dem Salzburger Rechtswissenschafter Prof. Walter Berka und
dem ehemaligen Präsidenten der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Prof. Herbert Mang, zu Ende gehen. Auch das
langjährige Mitglied Prof. Margret Wintermantel, Präsidentin des
Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), kann nach Ablauf
ihrer Funktionsperiode im Wissenschaftsrat nicht wiederbestellt
werden.
Der Wissenschaftsrat kann nach dem heutigen Beschluss des
Ministerrats erfreut mitteilen, dass die Kennzeichen seiner
Beratungstätigkeit - Unabhängigkeit und Wissenschaftlichkeit - durch
die Bestellung exzellenter Nachfolgerinnen und Nachfolger weiterhin
gewährleistet sind.
Die vom Wissenschaftsrat vorgeschlagenen und im Einvernehmen mit
Bundesminister Mitterlehner nominierten Personen erfüllen alle
Voraussetzungen, die Mitglieder des Wissenschaftsrates erfüllen
müssen: hohes wissenschaftliches Renommee, politische Unabhängigkeit,
tätige und langjährige Erfahrung in universitären, außeruniversitären
und wissenschaftspolitischen Zusammenhängen sowie die glaubwürdige
Bereitschaft, in den Arbeitsgruppen des Wissenschaftsrates aktiv
mitzuwirken. Es sind dies:
- Prof. Gabriele Kucsko-Stadlmayer, Spezialistin auf dem Gebiet des
Hochschulrechts, Sprecherin der Senate der österreichischen
Universitäten, Mitglied der Hochschulkonferenz und in diesen
Funktionen mit dem Problem der Weiterentwicklung eines
differenzierten Hochschulsystems befasst.
- Prof. Antonio Loprieno, Ägyptologe und als ehemaliger Rektor der
Universität Basel (Ende Amtszeit 2015) mit allen Fragen des
Hochschul- und Wissenschaftssystems bestens vertraut; er war Mitglied
des Expertenteams zur Erstellung eines Rahmenkonzepts für einen
österreichischen Hochschulplan (Juli 2011).
- Prof. Günther Meschke, Universität Bochum, exzellenter Vertreter
der modernen Technikwissenschaften; er genießt hohe internationale
Reputation und ist Experte in hochschulpolitischen Fragen bezogen auf
die österreichische Situation im internationalen Vergleich.
- Dr. Sybille Reichert, Kanzlerin der Universität Erlangen-Nürnberg
und ausgewiesene Spezialistin im Bereich des europäischen
Wissenschaftssystems; sie war für die Strategie der ETH Zürich
zuständig und in beratender Funktion für andere europäische
Universitäten, insbesondere im Bereich der Bolognareform, sowie für
Brüssel tätig.
Die Funktionsperioden der neubestellten Mitglieder des
Wissenschaftsrates wurden für sechs Jahre (ab 1. Jänner 2016)
festgesetzt.
Die Funktionsperiode des Mitgliedes Prof. Guido Adler, leitender
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des
Universitätsklinikums Heidelberg und Vorsitzender des Medizinischen
Ausschusses im Wissenschaftsrat, wird im Juni 2016 enden. Ihm wird
Prof. Martin Paul, klinischer Pharmakologe, Präsident der Universität
Maastricht und Experte für die Finanzierung von Universitätskliniken
mit umfassendem Versorgungsauftrag, nachfolgen (ebenfalls für sechs
Jahre).
Die Mitglieder Prof. Rainer Blatt, Prof. Kerstin Mey, Prof. Manfred
Prisching, Dr. Gerhard Riemer, Prof. Andrea Schenker-Wicki und Prof.
Reto Weiler wurden mit heutigem Beschluss für eine Funktionsperiode
von drei Jahren wiederbestellt. Die Funktionsperiode von Prof.
Martina Havenith-Newen wird erst im April 2017 enden.
Der Wissenschaftsrat kann somit seine Beratungstätigkeiten für den
Wissenschaftsminister, für Regierung und Parlament mit 1. Jänner 2016
in neuer Zusammensetzung, in gewohnter Qualität und mit neuer
hochschulpolitischer Expertise fortsetzen. Er wird sein Präsidium in
der ersten Sitzung des Jahres 2016 wählen und das Arbeitsprogramm
beschließen.
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