BZÖ-Trodt-Limpl: Kärnten braucht endlich ein nachhaltiges Neophytenmanagement

Naturschutzreferent LR Holub muss bestehende Maßnahmen zur Bekämpfung von gebietsfremden Pflanzen auf Wirkung prüfen

Klagenfurt (OTS) - Wie heute bekannt wurde, war vergangenes Wochenende die Feuerwehr in Baldramsdorf mit der Vernichtung von über 30 Giftpflanzen gefordert. Zwischenzeitlich wurden 30 weitere Standorte gemeldet. Grund für den Einsatz war der Riesen-Bärenklau, ein invasiver Neophyt, der bei Menschen und Säugetieren zu schmerzhaften Hautrötungen mit Blasenbildung bis hin zu Verbrennungen führen kann. Nachhaltiges Entfernen und das ungefährliche Vernichten dieser Pflanzen erfordere Fachwissen.

"In Kärnten muss endlich ein effektives nachhaltiges Neophytenmanagement aufgebaut werden", kündigt BZÖ-Obfrau Mag. Johanna Trodt-Limpl einen entsprechenden Antrag im Kärntner Landtag an. Auch gebe es weitere gebietsfremde Pflanzenarten, die Probleme bereiten. "Viele eingeschleppte Arten sind wegen ihrer besonders hohen Widerstandskraft gegenüber Trocken- und Nassphasen geeignet, bei unzureichender oder fehlerhafter Bekämpfung sich zu Monokulturen zu entwickeln. In Folge werden langfristig besonders in Gewässernähe heimische Pflanzen und die daran angepasste Tierwelt auf Dauer verdrängt. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass manche invasive Arten die Stabilität von Uferböschungen und dort befindlichen Bauwerken erheblich beeinträchtigen und es so zu einem Verlust deren Funktionen kommen kann."

Um in Zukunft größere Schäden und damit verbunden höhere Kosten zu verhindern, sei der Aufbau von Fachwissen und Verständnis rund um die prinzipiellen Ausbreitungsmöglichkeiten, unterschiedlichste Bekämpfungswege, die fachgerechte Entsorgung und die Kartierung betroffener Gebiete unumgänglich, so Trodt-Limpl.

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