Stadler fordert lückenlose Aufklärung von Zwischenfall in Temelin

SPÖ NÖ ruft weiter zu Online-Protest gegen Temelin und Dukovany auf

St. Pölten (OTS) - Anlässlich der jüngsten Zwischenfälle im Atomkraftwerk Temelin fordert der Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich, Matthias Stadler, eine lückenlose Aufklärung. Nachdem der Austritt von Radioaktivität bei Reaktorblock zwei erst Tage später bekannt wurde, ist für Stadler nun entscheidend, ob Tschechien den Vorfall geheim gehalten hat oder er in Österreich nicht zeitgerecht publik gemacht wurde.

Die Äußerungen seitens des Umweltministeriums, es sei keine Gefährdung der Bevölkerung entstanden, ist für Matthias Stadler ebenfalls unzureichend: "Dieser schwerwiegende Störfall zeigt erneut, dass die Gefahr einer Kernschmelze überall dort existiert, wo Atomkraftwerke betrieben werden. Alleine im AKW Temelin gab es in den vergangenen Jahren unzählige Störfälle, noch dazu befindet sich Temelin in einer erdbebengefährdeten Zone. Es ist daher rasch zu klären, warum die Bevölkerung nicht zeitgerecht über diesen Vorfall informiert wurde."

Bereits vor zwei Wochen präsentierte die SPÖ Niederösterreich eine Online-Protestaktion gegen die Ausbaupläne von Temelin und Dukovany, an der sich mittlerweile tausende besorgte BürgerInnen beteiligt haben. Mit einer Protest-Email-Aktion an die tschechische Regierung soll der Widerstand gegen die Ausbaupläne der AKW Temelin und Dukovany zum Ausdruck gebracht werden. Auf http://protest.noe.spoe.at kann ab sofort eine vorgefertigte Email versendet werden, mit der man den tschechischen Premier Bohuslav Sobotka und den Handels- und Industrieminister Jan Mladek auffordert, die Pläne zum Ausbau der Atomreaktoren zurückzunehmen und aus der Atomenergie auszusteigen. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist für Stadler auch die einzig gangbare Variante. Es führt kein Weg daran vorbei, wenn man nicht länger mit der Sicherheit und dem Leben der eigenen und der Nachbarbevölkerung spielen möchte. Atomenergie ist eine alte, unrentable und unsichere Energiegewinnung. Der technologische Fortschritt im Bereich erneuerbarer Energien ist schon so weit fortgeschritten, dass ein Umstieg möglich ist. Stadler verweist in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Kampagne der SPÖ Niederösterreich unter dem Motto "Mit Sonnenstrahlen Stromrechnung zahlen".

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