FPÖ-Podgorschek: Wer hatte Interesse, die Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria in dieser Geschwindigkeit durchzupeitschen?

"Das Grundlagenpapier für die Verhandlungen hatte höchstens Matura-Niveau"

Wien (OTS) - "Die Geschichte der Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria muss offenbar neu geschrieben werden: Laut 'Profil' hatte die Bayern LB nämlich eine kurzfristige über den Jahreswechsel laufende Kapitalbereitstellung für die HGAA sowie eine Verschiebung der Hauptversammlung vorgeschlagen. Dies widerspricht aber der Darstellung der Regierung, wonach die Bayern unter allen Umständen und mit höchstem Druck die Republik zur Verstaatlichung gedrängt hätten. Wer also hatte Interesse daran, die Verstaatlichung in einer derartigen Geschwindigkeit durchzupeitschen?", so heute NAbg. Elmar Podgorschek, FPÖ-Fraktionsführer im Hypo-U-Ausschuss.

Das Nachrichtenmagazin Profil habe in seiner aktuellen Ausgabe aus bisher unveröffentlichten Unterlagen zitiert, aus dem Bericht gehe jedenfalls hervor, dass nur die Interessen der involvierten Banken und Gläubiger im Fokus gestanden seien. "Offensichtlich ging es ausschließlich darum, für diesen Interessensgruppen negative Auswirkungen zu vermeiden", so Podgorschek. "Das Grundlagenpapier für die Verhandlungen dürfte gemäß 'Profil' bestenfalls Maturaniveau gehabt haben. Es ist vollkommen unverständlich, dass zu keinem Zeitpunkt eine Schadensbeteiligung der Geschäftsbanken, des Hyposektors und der Versicherungen von den Verantwortlichen ins Auge gefasst wurde", kritisierte Podgorschek.

Spätestens im September werde man im Hypo-U-Ausschuss das Zusammenspiel der Entscheidungsträger seitens Regierung, OeNB, der Banken und Versicherungen untersuchen. "Politiker kann man für ein derart fahrlässiges Verhalten leider nicht zur Schadensreduzierung in Anspruch nehmen, Banken und Versicherungen jedoch sehr wohl", so Podgorschek.

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