Schieder zu Griechenland: Europa braucht Fokus auf Wachstumspolitik

Lehre aus Austeritätspolitik doppelt negativ

Wien (OTS/SK) - "Nach dem Referendum in Griechenland bleiben viele Fragen offen. Es war mehr ein Stimmungsbild als eine Antwort auf konkrete Fragen. Es hat aber eines eindeutig gezeigt: Die griechische Bevölkerung hat sich hinter die griechische Regierung gestellt. Es ist klar, dass nun verstärkt wieder die gesamteuropäische Perspektive in den Mittelpunkt rücken muss und nicht nur die Fiskal- und Währungspolitik. Das europäische Sozialmodell muss gestärkt werden, mit einem Fokus auf Wachstum. Und es muss schnell gehen, denn Zeit ist bereits genug vergangen", sagte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder heute im Rahmen einer Pressekonferenz. ****

"Die Lehre aus der Austeritätspolitik, wie wir sie in Griechenland in den vergangenen Jahren erlebt haben, ist eine doppelt negative. Einerseits wurden Wachstumshemmnisse in Griechenland nicht geändert und gleichzeitig wurden die kleinen, existierenden Wirtschaftspflänzchen zerstört. Dieser Stillstand muss rasch überwunden werden, denn es geht darum, in Griechenland Wachstum und Hoffnung zu schaffen. Sowohl Griechenland als auch Europa müssen ihren Beitrag dazu leisten", so Schieder.

Für Schieder ist das "Nein" der Griechen "emotional verständlich". "Die griechische Bevölkerung hat ihre Verzweiflung zum Ausdruck gebracht. Denn es hat sich gezeigt, dass die unsozialste Form des Sparpakets die ist, wenn Banken nicht aufsperren. Das trifft nämlich die, die ihr Geld nicht ins Ausland schaffen können. Das trifft nicht die Vermögenden, die ihr Geld ins Ausland geschafft haben. Gerade diese sollen allerdings ihren Beitrag leisten", so Schieder. (Schluss) bj/ms/mp

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