Neue Koordinationsstelle für Flüchtlingswesen in Wien

Wien (OTS/rk) - Heute, Montag, überreichte Magistratsdirektor Dr. Erich Hechtner dem neuen Koordinator für Flüchtlingswesen Peter Hacker das entsprechende Dekret. Hacker wird seine bisherige Tätigkeit, als Geschäftsführer vom Fonds Soziales Wien (FSW), weiter ausführen. Zu dem offiziellen Bestellungstermin war auch die politisch verantwortliche Ressortchefin Mag.a Sonja Wehsely gekommen.

Schnittstelle zwischen Bund und Stadt

Die neue Einrichtung soll vor allem als Schnittstelle zwischen Bund und Stadt Wien dienen. Darüber hinaus wird sie aktuelle Entwicklungen im Bereich des Flüchtlingswesens auf nationaler und internationaler Ebene beobachten. Auch mit der Erarbeitung von speziellen Konzepten in diesem Bereich wird die Koordinationsstelle für Flüchtlingswesen betraut werden.

Lebenslauf

Peter Hacker (52) trat 1982 in den Dienst der Stadt Wien ein. 1985 wechselte er in das Team von Bürgermeister Dr. Helmut Zilk mit den Tätigkeitsschwerpunkten Bürgeranliegen, Jugend und Soziales. Von 1992 bis 2003 war er Drogenkoordinator der Stadt. Seit 2001 ist Hacker Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, dem Träger von sozialen Dienstleistungen für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf, Behinderung, Wohnungslose und Flüchtlinge.

Neue Koordinierungsstelle sorgt für bessere Vernetzung

Wehsely wies in ihren Ausführungen darauf hin, dass die neue Koordinierungsstelle für eine bessere Vernetzung und eine fundierten Bedarfserhebung sorgen wird. Wien nehme seine Verantwortung wahr und biete jenen Menschen Schutz und Sicherheit, die vor Krieg und Verfolgung flüchten mussten. Mit der Koordinierungsstelle gehe man einen Schritt weiter um auch in Zukunft für die bestmögliche Versorgung von Flüchtlingen sorgen zu können. Hacker sagte sie die "vollste Unterstützung" für seine neue Aufgabe zu.

Soziale Verantwortung der Stadt

Magistratsdirektor Hechtner wies anlässlich der Dekretüberreichung auf die große Bedeutung dieses Themas hin. Die Frage der Flüchtlingsströme und der Umgang mit den Geflüchteten selbst sei eine der Herausforderungen unserer Zeit. An sich seien europäische Lösungen gefragt, da man nur gemeinsam in Europa ein entsprechendes Konzept erarbeiten könne. Aber auch die betroffenen Kommunen selbst, hätten ihre soziale Verantwortung zu übernehmen und für einen menschenwürdigen Umgang mit den Geflüchteten zu sorgen. In diesem Sinne sehe er die neue Schnittstelle als wichtigen Baustein in der kommunalen Flüchtlingspolitik. Der Magistratsdirektor wünschte Hacker für diese sensible Aufgabe "das nötige Fingerspitzengefühl und viel Glück."

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Kontaktdaten der neuen Koordinationsstelle für das Flüchtlingswesen:
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