Kultur-Gesetzgebung - Psychiatrische Störungen: Diskussion am 34. International Congress of Law and Mental Health

Am 34. IALMH Kongress 2015 in Wien (12. - 17. Juli, Sigmund Freud Universität) werden diese Problemfelder beleuchtet und Perspektiven international diskutiert

Wien (OTS) - Kultureller und politischer Einfluss auf Präventionsarbeit, Diagnostik und auch auf therapeutische Möglichkeiten bei psychiatrischen Patienten sind heute unbestritten. Schon in Österreich gibt es deutliche lokale Unterschiede in der Zwangsbehandlung oder in der Art der Präventionsmöglichkeiten. International gesehen ist dies noch viel stärker ausgeprägt. Manche in Mitteleuropa diagnostizierte schwere Störungen werden in anderen Ländern oft als Normalverhalten gewertet. Die Gesetzgebung für die Substitutionstherapie ist zum Beispiel in manchen Ländern Standard, während sie in anderen Ländern streng verboten ist. Die Betreuung von psychisch kranken Rechtsbrechern findet in manchen Ländern in der Psychiatrie statt, in anderen in Gefängnissen und in manchen steht die schwere Bestrafung im Vordergrund. Psychiatrische Gutachten für Strafgerichte waren schon immer sehr problematisch (Aussagen über Prognose), und die Qualität dieser Gutachten ist in manchen Ländern erschreckend, in manchen Ländern ausgezeichnet.

In diesem Kongress werden aus geisteswissenschaftlicher und psychiatrischer Sicht die o. g. Themen beleuchtet, und dadurch wesentliche Fakten erarbeitet, die den Umgang mit psychisch Auffälligen nicht nur verbessern sondern auch humaner gestalten sollen (Einhaltung der Menschenrechte, wichtiger als "Evidence Based Medicine".(Programm: http://www.ialmh.org)
Der Kongress ist DFP approbiert (40 fachspezifische DFP Punkte).

David N. Weisstub, Honorary Life President, Université de Montréal, admin@ialmh.org

Otto M. Lesch, MD Univ. Prof. Medical University of Vienna, President of the Austrian Society of Addiction Medicine, otto.lesch@meduniwien.ac.at

Alfred Pritz, Freud University Vienna, Rektor der Freud Privat Universität Wien, alfred.pritz@sfu.ac.at

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Otto M. Lesch, MD Univ. Prof. Medical University of Vienna, President of the Austrian Society of Addiction Medicine, otto.lesch@meduniwien.ac.at

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