LAbg. Dr. Machacek verlangt, dass E-Cards mit Fotos versehen werden.

Das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt muss aber gewahrt bleiben.

St. Pölten (OTS) - Wie bekannt, sagt die Bundesregierung dem Sozialbetrug den Kampf an. "Das ist gut," meint LAbg. Dr. Herbert Machacek, selbst praktischer Arzt. Er ist aber erschüttert über die beabsichtigten Methoden, die dabei zur Anwendung kommen sollen. So ist im derzeit vorliegenden Gesetzesentwurf nach wie vor vorgesehen, dass Ärzte beim sogenannten Mystery Shopping durch Scheinpatienten bespitzelt werden sollen. Der Missbrauch unseres Sozialsystems und insbesondere der Missbrauch von E-Cards soll dadurch aufgedeckt werden. Die Ärzte sollen dadurch überführt werden, wenn Patienten E-Cards missbrauchen oder Krankheitssymptome vortäuschen.

"Ich bin entsetzt über diese Pauschalverdächtigung der Sozialversicherten! Insbesondere haben wir Ärztinnen und Ärzte nicht die Aufgabe, Patientinnen und Patienten zu misstrauen. Wenn ein Patient über Krankheitssymptome klagt, kann und darf man von uns Ärzten nicht verlangen, dass wir Patienten der Lüge bezichtigen," ist die Überzeugung von Dr. Machacek.

Zum Glück scheinen sich nun doch Jene durchzusetzen, die - wie Dr. Machacek - schon lange verlangen, dass E-Cards mit Fotos versehen werden. "Wenn es möglich ist, auf Jahreskarten von Verkehrsunternehmen Fotos anzubringen, warum sollte das auf E-Cards nicht möglich sein," ist die Überzeugung von LAbg. Dr. Machacek.

"An den Kosten für die Fotos auf den E-Cards darf diese wichtige Maßnahme gegen Sozialbetrug nicht scheitern," verlangt Dr. Machacek. Er wird sich daher weiter dafür einsetzen, dass man E-Cards eindeutig Denjenigen zuordnen kann, für die sie ausgestellt worden sind.

Ebenso kämpft Dr. Machacek aber auch mit aller Kraft gegen die Bespitzelung von Ärztinnen und Ärzten. " Es kann nicht die Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten sein, Patienten der Lüge zu bezichtigen," fordert Dr. Machacek.

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