MA 48: Dieses Telefon kann lesen retten – Büchertausch in umgebauter Telefonzelle

Wien (OTS) - Wer kennt das nicht: Bei echten Leseratten stapeln sich die Bücher, die Regale und der Platz in der Wohnung reichen dann oft nicht mehr aus, Wegschmeißen will man die Bücher aber auch nicht. Im Juli startet die MA 48 daher mit einer weiteren Initiative zur Abfallvermeidung. Auf den Wiener Mistplätzen kann man nun nicht nur Abfälle umweltgerecht entsorgen und schönen Altwaren in speziellen Containern zur Weiterverwendung abgeben, sondern auch Bücher tauschen. Zu diesem Zweck wurden ausgemusterte Telefonzellen von MitarbeiterInnen der MA 48 hergerichtet, mit Bücherregalen ausgestattet und auf allen Mistplätzen aufgestellt. Die Telefonzellen wurden von A1 dankenswerterweise gratis der MA 48 zur Verfügung gestellt.

Alle MistplatzbesucherInnen können nun Bücher bringen und im Tausch (1:1) andere Bücher für zu Hause mitnehmen. Die neu adaptierten Telefonzellen bieten daher eine praktische Alternative, um Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen, und anderen Lesevergnügen zum Nulltarif zu bieten. Die Bücher können daher so lang wie möglich verwendet und im Idealfall von zig unterschiedlichen LeserInnen durchgeschmökert werden.

Die Erstausstattung erfolgt mit Büchern über den 48er-Basar. Mit der Zeit soll sich das System von alleine tragen. Ein Weiterverkauf der Bücher ist nicht gestattet. Durch die Unterbringung der Telefonzellen zum Büchertausch auf den betreuten Wiener Mistplätzen kann ein etwaiger Missbrauch, wie die Entnahme von Büchern ohne gleichzeitige Abgabe von Büchern, verhindert werden.

2,4 Mio. BesucherInnen auf Wiens Mistplätzen im Jahr

Die Idee zur formlosen, kostenlosen Weitergabe von Literatur wurde bereits in den 90er-Jahren entwickelt. In Europa gibt es auf öffentlichem Grund derartige "offene Bücherschränke" in einigen Städten in Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg. Auf Initiative privater Akteure oder Vereine gibt es beispielsweise auch in Wien im 1., 5., 7., 9., 11. und 16. Bezirk Gratisbuchtauschschränke. Die Telefonbuchschränke der MA 48 verstehen sich nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung dieser Abfallvermeidungs- und Leseinitiativen. Pro Jahr besuchen rund 2,4 Millionen Wienerinnen und Wiener die Wiener Mistplätze. Im Zuge dessen kann man sich nun auch ganz einfach neuen Lesestoff im Tausch für bereits ausgelesene Bücher für zu Hause organisieren.

Telefonbuchzelle über den Sommer auch im Rathaus

Bis Ende September steht diese Telefonbuchzelle auch in der Stadtinfo im Wiener Rathaus. Insbesondere MitarbeiterInnen des Rathauses und BesucherInnen des Bürgerdienstes wird damit auch hier der bequeme Büchertausch ermöglicht.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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