Wohlmuth: Pensionsalarm abgesagt! Antrittsalter steigt, Pensionskosten deutlich unter Budget, EU-Langfristprognose positiv

PensionsverUNsicherungsexperten plötzlich so still! Pensionsmonitoring, Rechnungshofabschluss und „Ageing-Report“ beweisen: Pensionssystem stabil!

Wien (OTS) - "Alle kürzlich veröffentlichten Zahlen bestätigen: Das Pensionssystem ist stabil!", betont Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). "Der aktuelle Rechnungshofabschluss der Pensionsversicherungsanstalt zeigt schwarz auf weiß, dass die Pensionskosten auch 2014 wieder deutlich unter den budgetierten Werten lagen - und zwar um 260 Mio. Euro! Dass die Pensionen auch langfristig finanzierbar bleiben, beweist der ‚Ageing Report‘, eine EU-Studie die öffentlichen Pensionssysteme in ihrer Gesamtheit - also das gesetzliche Pensionssystem und jenes der Beamten erfasst. Mit dem Ergebnis, dass alle öffentlichen Pensionsausgaben bis 2060 um nur 0,5 Prozent des BIP steigen. Und das gestern veröffentlichte Pensionsmonitoring ergab, dass das tatsächliche Pensionsantrittsalter deutlich schneller steigt als erwartet! Das für 2018 vereinbarte Ziel von 60,1 Jahren, wurde bereits jetzt erreicht!", stellt Wohlmuth klar. ****

"So, und was sagen die PensionsverUNsicherungsexperten jetzt dazu? Sie sind plötzlich so still", wartet Wohlmuth gespannt auf weitere Reaktionen. "Hingegen - kaum erscheint irgendeine unseriöse, durchsichtige Auftrags-Studie eines Anbieters von privaten Pensionsversicherungen o.Ä. geht sofort ein medialer ‚Kostenexplosion bei den Pensionen‘-Aufschrei durch Österreich. Werden aber seriöse Zahlen und echte Fakten - wie die Bilanz der Pensionsversicherung, das Pensionsmonitoring des Sozialministeriums oder der ‚Ageing Report‘ der Europäischen Kommission veröffentlicht, so werden diese bestenfalls ignoriert‘", kritisiert Wohlmuth.

Beschäftigungsquote Älterer muss steigen

"In den vergangenen zwei Jahren wurden durch Sozialminister Rudolf Hundstorfer die größten Pensions-Reformen seit Einführung des ASVG umgesetzt. Und sie wirken: Die Kosten für Pensionen sind geringer als budgetiert, das Pensionsantrittsalter steigt! Jetzt muss aber auch die Beschäftigungsquote Älterer steigen. Dafür braucht es eine Investitionsoffensive. Das von der EU so groß angekündigte 315-Milliarden-Paket zur Konjunkturbelebung lässt viel zu lange auf sich warten! Und es braucht die Wirtschaft - diese kann sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen", so der PVÖ-Generalsekretär.

Jetzt Bonus-Malus-System

"Die Zeit für das Bonus-Malus-System ist überreif! Wir brauchen es um die im Regierungsprogramm vereinbarte Beschäftigungsquote von 35,3 Prozent bei Älteren zu erreichen - darin sind sich alle Experten einig. Das Bonus-Malus-System, das Betriebe belohnt, die ältere Dienstnehmer beschäftigen und jene zur Kasse bittet, die das schändlicherweise nicht tun muss kommen, gemeinsam mit einem umfassenden Beschäftigungsmonitoring - aufgeschlüsselt nach Alter, Branchen, Regionen und inkl. der Beamtenzahlen! Die Gesetzesentwürfe liegen vor, werden aber von der Wirtschaft blockiert", kritisiert Wohlmuth, der abschließend unterstreicht: "Die Blockade längst überfälliger Maßnahmen ist unverantwortlich um muss sofort beendet werden!" (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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