Grüne/Schautzer/Köchl: Krumpendorf setzt auf Deeskalation und wird die Kriegsflüchtlinge freundlich begrüßen

Informationsspolitik Mikl-Leitners katastrophal, Zelte können nur Übergangslösung sein

Klagenfurt (OTS) - Die Pläne Mikl-Leitners 240 Kriegsflüchtlinge in einer Nacht-und-Nebelaktion in der 3.400 Einwohner Tourismusgemeinde Krumpendorf am Wörthersee unterzubringen, kommentieren die Integrationssprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, LAbg. Sabina Schautzer und der verantwortliche Integrationsreferent der Gemeinde Krumpendorf Gemeindevorstand NRAbg. Matthias Köchl von den Grünen, wie folgt: "Natürlich werden die Kriegsflüchtlinge in der Krumpendorfer Polizeikaserne seitens der Grünen und der Gemeinde beim Eintreffen freundlich begrüßt, denn diese Menschen können nichts für eine überforderte Innenministerin. Die Gemeinde wird im Rahmen der Möglichkeiten massiv bemüht sein die Flüchtlinge in das Gemeindegeschehen zu integrieren und für sinnvolle Beschäftigung zu sorgen."

Die Gemeindevertretung von Krumpendorf hat heute in einem Allparteien-Schreiben von ÖVP, Grünen, SPÖ, FPÖ und NEOS neben Kritik an Mikl-Leitner Folgendes wortwörtlich festgehalten: "(…) Uns als Gemeindevertretung ist es absolut wichtig zu betonen, dass wir den humanitären Hintergrund mittragen und unser Protest sich ausschließlich gegen die Vorgangsweise und keinesfalls gegen die Menschen selbst richtet(…)."

Sabina Schautzer: "Die Unterbringung in Zelten kann nur eine Übergangslösung sein. Österreich und Kärnten haben durchaus viele Möglichkeiten, die Hilfesuchenden in kleinen Einheiten unterzubringen. Durch das Aufstellen von Zelten wird ein Notstand suggeriert, den es so nicht gibt. Deshalb sollte eine kleinstrukturierte Unterbringung in Zusammenarbeit mit karitativen Organisationen seitens des Landes so rasch wie möglich umgesetzt werden." Dem fügt sie hinzu: "Die Welle der Hilfsbereitschaft, die in der Kärntner Bevölkerung gegenüber den Flüchtenden zu beobachten ist, ist ein positives Signal und beweist, dass Kärnten Heimat großer Herzen ist."

Gemeindevorstand NRAbg. Matthias Köchl: "Oberste Priorität hat es, dass die Hilfesuchenden menschenwürdig untergebracht werden und nicht weiteren Traumata ausgesetzt werden." An dieser Stelle verliert Köchl auch scharfe Worte in Richtung BM Mikl-Leitner: "Die Informationspolitik der Innenministerin ist in diesem Fall katastrophal. So kann man keine ernsthafte Flüchtlingspolitik betreiben."

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