KAICIID bietet Lehrgang „interreligiöser Dialog“ für Religionslehrer an

Bis 1. August können sich Teilnehmer für das sogenannte International Fellows Programme anmelden.

Wien (OTS) - Bereits zum zweiten Mal bietet das Dialogzentrum KAICIID das International Fellows Programme mit dem Ziel an, buddhistische, christliche, hinduistische, islamische und jüdische Lehrer aus der ganzen Welt zu Mittlern im interreligiösen Dialog auszubilden und damit zu Botschaftern für ein friedliches Zusammenleben zu machen. Kerninhalte der Ausbildung sind die Bereiche Dialog, Mediation und Friedensbildung.

Im Rahmen des Programms wird den Lehrern vermittelt, wie sie Schüler und Studenten dazu motivieren können, in einen aktiven interreligiösen Dialog zu treten. Sie werden außerdem in die Lage versetzt, wiederum selbst Vermittler und Mediatoren auszubilden und Konfliktmanagement zu unterrichten.

Anas Alabbadi, Leiter des Lehrgang, erklärt: "Die Bedeutung von künftigen religiösen Oberhäuptern für den Aufbau von friedlichen, pluralistischen und stabilen Gesellschaften ist enorm und kann deshalb gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bei der Aufgabe, sie auszubilden, vertrauen wir auf den Multiplikatoren-Effekt. Ziel ist es, eine Generation von jungen religiösen Oberhäuptern auszubilden, die an die Macht des interreligiösen Dialogs glaubt." Im ersten Jahr des KAICIID Fellows Programme wurden 20 Teilnehmer aus 17 Staaten (Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Nahost) ausgebildet. Die Lehrer nahmen dabei an einem Einführungsseminar in Wien sowie an einem Workshop in Kuala Lumpur teil. Aktuell setzen diese Teilnehmer ihre Projekte in ihren jeweiligen Institutionen und Communities um. Zwei dieser Teilnehmer (ein Hindu sowie ein Moslem) arbeiten aktuell an einem Buch, in dem sie ihre Erfahrungen mit dem Fellows Programme schildern.
Yusuf Daud, ein indonesischer Teilnehmer des KAICIID Fellows Programme erklärt: "Wir müssen den Menschen vor Augen führen, dass Religion nicht einfach nur eine abstrakte Lehre oder ein schlichter Glaube ist. Religion ist ein zentraler Faktor, der dazu beiträgt, Menschen Identität zu schenken - und zwar sowohl als Individuum als auch in einer Gemeinschaft. Als Religionslehrer ist es meine Pflicht, einen Weg zu finden, das unendliche Potential des Glaubens bestmöglich einzusetzen. Gläubige aller Religionen sollten dazu motiviert werden, nach Frieden, Gerechtigkeit, Respekt und Toleranz zu streben."

Einige der Programm-Teilnehmer sind mittlerweile in verschiedenen KAICIID-Projekten weltweit aktiv. Mabrouka Rayachi aus Österreich und Negeeba Hassan Tegulwa aus Uganda nahmen beispielsweise am KAICIID Consultation for Women in Interreligious and Intercultural Dialogue teil. Venerable Mandalarlankara nahm später an der International Press Institute Media Conference in Myanmar teil. Das KAICIID organisierte im Rahmen dieser Konferenz eine Diskussionsrunde zum Thema "Religious Sensitivity in Breaking News Coverage". Reverend Alexander Goldberg wiederum nahm am Salzburger Global Seminar teil, bei dem das KAICIID eine Diskussion mit dem Titel "Inclusion and Exclusion: Disparate views on responsibility, duties and belief and its impact on youth agenda" organisierte.
Bewerber für das Fellows Programme sind eingeladen, ihre Bewerbung bis spätestens 1. August 2015 einzureichen.

Das entsprechende Bewerbungsformular finden Interessierte hier:
http://www.ots.at/redirect/kaiciid

Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier:
http://www.ots.at/redirect/kaiciid_bewerbungsinfos

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Peter Kaiser
Director of Communications, KAICIID
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