Korun/Schwentner: Arbeitsmarktstudie differenziert und sachlich diskutieren

Grüne: Begleitmaßnahmen wie Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen statt Alarmismus gefragt

Wien (OTS) - "Die nach längerem Schubladisieren heute veröffentlichte Arbeitsmarktstudie zu Auswirkungen der Beschäftigung von Asylwerbenden verdient eine intensive Beschäftigung. Daher schlagen wir eine sachliche Diskussion der Inhalte mit Volkswirtschafts- und ArbeitsmarktexpertInnen im Parlament vor statt populistischen Alarmismus", betonen die Migrations- und Sozialsprecherinnen der Grünen, Alev Korun und Judith Schwentner.

Bei einer ersten, schnellen Durchsicht der 90-seitigen Studie fällt auf, dass der von der aktuellen EU-Aufnahmerichtlinie vorgesehene "effektive Arbeitsmarktzugang von AsylwerberInnen nach spätestens neun Monaten" mit dem jetzigen, großteils vorherrschenden Arbeitsverbot nicht zu machen ist, so die Studie. Es sei hier eine neue Regelung fällig, ein nur sektoraler Arbeitsmarktzugang sei nicht ausreichend, ist in der Studie hervorgehoben.

Mehrmals betonen die StudienautorInnen, dass in allen durchgespielten Szenarien etwaige Verdrängungswirkungen gering ausfallen - und dies ohne mögliche Berücksichtigung einer Arbeitsmarktprüfung. "Um den differenzierten Aussagen der Studie gerecht zu werden, schlagen wir eine Sachdiskussion im Parlament vor. So kann die bevorstehende Umsetzung des geltenden EU-Rechts zu einer win-win-Situation für unser Land und für die betroffenen Schutzsuchenden werden und notwendige Begleitmaßnahmen wie Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen und Deutschkurse können angegangen werden", so Korun und Schwentner.

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