Erneuerbare Prozesswärme als Chance für Umwelt und Industrie

Sonne statt Öl führt zu Senkung der Energiekosten

Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Veranstaltung von Austria Solar und Erneuerbare Energie Österreich wurden die Einsatzmöglichkeiten für Wärme aus erneuerbaren Quellen in der Industrie diskutiert. Es zeigt sich ein positives Bild: von der Lebensmittelindustrie über die Ziegelherstellung bis zur Stahlindustrie gibt es ein großes Potential für erneuerbare Prozesswärme. Voraussetzung für eine erfolgreiche ‚Erneuerung‘ der Prozesswärmebereitstellung ist unter anderem die langfristige Planungssicherheit. "Damit die Energiewende in der Industrie zu einem Erfolg wird, braucht Österreich eine ambitionierte und langfristig wirksame Energiestrategie", so Jurrien Westerhof, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich.

Großer Vorteil von erneuerbarer Wärme ist, dass sie im Gegensatz zu Wärme aus fossilen Energien meist mehr Planbarkeit bei den Energiekosten bietet. Aber nicht nur die langfristige Preisstabilität, sondern auch die Kosten selber sprechen für erneuerbare Prozesswärme. Im Niedertemperaturbereich, etwa in der Lebensmittelherstellung, kann Solarwärme mittlerweile preislich mit Wärme aus Heizöl konkurrieren, wie das Beispiel der Fleischerei Berger aus Niederösterreich zeigt.

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten für Wärme aus erneuerbaren Quellen breiter: auch die Stahlerzeugung mit Hilfe von erneuerbaren Energien ist möglich, durch Bereitstellung der erforderlichen Wärme aus Strom. "Wir sehen die Energiewende nicht als Bedrohung, sondern durchaus auch als Chance, unter der Voraussetzung, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, die eine langfristige, stabile und wirtschaftlich darstellbare Entwicklung ermöglichen", so Bernhard Kohl von der voestalpine AG.

In die gleiche Kerbe schlägt auch die Industriellenvereinigung:
"Erneuerbare Wärme und Kälte könnten den österreichischen Industriebetrieben langfristig helfen, die Kosten für den Energiebedarf zu senken", sagt Michael Fuchs von der IV dazu.

"Für die Industrie ist Wärme auf Basis erneuerbarer Energien eine Chance, die Kosten zu senken und die Konkurrenzposition zu verbessern. Für Österreich ist es eine Chance, die Innovationskraft zu steigern und dabei die Umwelt zu entlasten", so EEÖ-Geschäftsführer Westerhof. "Die notwendige Planungssicherheit ist derzeit aber oft nicht gegeben, unter anderem durch das fehlende CO2-Preissignal. Hier muss die EU für Klarheit sorgen. Die österreichische Bundesregierung muss im Rahmen einer neuen Energiestrategie die Weichen für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft stellen."

Rückfragen & Kontakt:

Jurrien Westerhof, Geschäftsführer Erneuerbare Energie Österreich, Tel.: 0664-6126701

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