Traschkowitsch/Menclik: Gewalt gegen "Gay Pride" in Istanbul ist inakzeptabel

SoHo-Vorsitzender und Stellvertreterin sehen AKP verantwortlich für die Attacke

Wien (OTS/SK) - "Wir sind entsetzt und verärgert über die gestrige Gewalt gegen die Teilnehmer der ‚Gay Pride Istanbul‘", zeigen sich Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI-Organisation (SoHo) und seine Stellvertreterin Michaela Menclik heute, Montag, gegenüber dem SPÖ Pressedienst erschüttert. Die Polizei hatte die Teilnehmer mit Pfefferspray, Plastikgeschossen und Wasserwerfern angegriffen. Der Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin von der konservativen Regierungspartei AKP hat diese jährliche Parade mit dem Argument des Ramadan kurzfristig verboten. Dies sei ärgerlich und zeige wieder einmal, wie Politiker der AKP-Regierung gegen Menschen allgemein und insbesondere gegen friedlich demonstrierende Lesben, Schwule und Trans* Menschen vorgehen, so Traschkowitsch und Menclik. ****

"Der nunmehrige vorgeschobene Grund ist wirklich ein fadenscheiniger, denn voriges Jahr fanden die Gay Week und die Gay Pride ebenfalls im Ramadan statt und waren ein voller Erfolg", so Traschkowitsch und Menclik. Und weiter: "Die AKP-geführte Regierung und Präsident Recep Tayyip Erdoğan versuchen sukzessive, die Pressefreiheit einzuschränken, andere Meinungen zu verbieten und Menschen zu unterdrücken." Dass ein buntes und friedliches Fest im 21. Jahrhundert derart gewalttätig beendet werde, sei "einfach schrecklich".

"Unsere Solidarität gilt daher den unzähligen Lesben, Schwulen und Trans* Menschen, die unter der Gewaltattacke gelitten haben. Und wir sind stolz auf den Slogan der Veranstalter: ‚Wir sind hier, gewöhnt Euch dran, wir gehen nicht weg. Liebe gewinnt‘. Das hat auch die AKP-geführte türkische Regierung zu akzeptieren", so Traschkowitsch und Menclik abschließend. (Schluss) ve

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