„Hohes Haus“ fragt „Europa, quo vadis?“

Am 28. Juni um 12.00 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Patricia Pawlicki präsentiert das ORF-Parlamentsmagazin am Sonntag, dem 28. Juni, um 12.00 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Europa, quo vadis?

Die aktuellen Krise um die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands führt dazu, dass die Eurogruppe sich am Samstag zum nächsten Krisengipfel in Brüssel treffen muss. Auch beim Thema europaweite Quoten für Asylwerber tritt die EU auf der Stelle. Immer öfter ist zu hören: Europa braucht neue Regeln. Die bestehenden Verträge reichen nicht aus, um die anstehenden Probleme zu lösen. Während der Flüchtlingstragödie mit entsprechendem politischem Willen begegnet werden könnte, fehlt im Fall Griechenlands in vielen Bereichen das notwendige rechtliche Fundament, das über die Währungspolitik hinaus wirtschaftspolitische Maßnahmen ermöglicht. "Mehr oder weniger Europa?" - heißt die zentrale Frage. Michael Klonfar berichtet.

Im Studio dazu: die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Ulrike Lunacek.
Auch "IM ZENTRUM" steht am 28. Juni um 22.00 Uhr in ORF 2 ganz im Zeichen der Zukunft Europas.

Sozialbetrug

Um die Steuerreform gegenzufinanzieren, soll verstärkt gegen Sozialmissbrauch vorgegangen werden. Doch die Art und Weise, wie das geschehen soll, stößt bei der Ärzteschaft auf breiten Widerstand. Denn Testpatienten (sogenannte Mystery Shopper) sollen künftig überprüfen, ob in den Arztpraxen auch alles mit rechten Dingen zugeht. Die Ärzte befürchten dadurch eine Schädigung des Vertrauensverhältnisses zwischen Ärzten und Patienten. Maximilian Biegler berichtet.

Blick zurück

Die Geschichte des Parlamentsgebäudes zwischen 1933 und 1945 wird im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Titel "Inbesitznahmen. Das Parlamentsgebäude in den Diktaturen zwischen 1933 und 1945" aufgearbeitet. Damit soll im Auftrag des Parlaments eine wesentliche Lücke der Geschichte des Hohen Hauses geschlossen werden. Nationalpräsidentin Doris Bures möchte, dass das Gedenkjahr 2015 zum Anlass genommen wird, den Blick auf jene Zeit zu lenken, in der Demokratie und Parlamentarismus autoritären und diktatorischen Systemen weichen mussten und das Parlamentsgebäude seiner ursprünglichen Funktion und Nutzung beraubt wurde. Die Wissenschafter/innen Bertrand Perz und Verena Pawlowsky vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien begleiten das Projekt wissenschaftlich. Claus Bruckmann berichtet.

Gentechnikfrei for ever

Nur aufgrund einer Schutzklausel konnte Österreich bisher den Anbau von in der EU zugelassenen gentechnisch veränderte Pflanzen verbieten, aber diese bestehenden Verbote laufen heuer, Anfang Oktober 2015, aus. Eine neue EU Richtlinie, ermöglicht es jetzt aber den einzelnen Mitgliedstaaten, den Anbau von GVO-Pflanzen zu verbieten. Doch diese Richtlinie muss erst in nationales Recht umgewandelt werden, und da zeigt sich, dass dies in Österreich gar nicht so einfach wird. Dagmar Wohlfahrt berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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