APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker –Faymann, Mikl-Leitner und Strache aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 19.06. bis 25.06.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Auf entschiedenen Widerstand der Landeshauptleute stieß Faymann bei dem von ihm einberufenen Asyl-Gipfel, bei dem neben ihm und Vizekanzler Mitterlehner die verantwortlichen Landespolitiker sowie Vertreter von NGOs teilnahmen. Der Bundeskanzler hatte zur Lösung des Verteilungsproblems von neu in Österreich ankommenden Asylsuchenden eine Bezirksquote vorgeschlagen. Dieser Vorschlag war von Vertretern der NGOs wie Caritas und Rotes Kreuz begrüßt worden, wenig Positives konnten die ÖVP-Landeshauptleute dem Konzept abgewinnen, hieß es am Donnerstag. Auf die Kritik der Landeshauptleute hin, sich zuerst auf europäischer Ebene um eine Lösung in der Asylfrage zu bemühen, sagte Faymann: "Es ist völlig falsch zu sagen, zuerst sei in Europa die Frage der Verteilung von Flüchtlingen zu lösen und dann in Österreich. Es muss auf beiden Ebenen zu einer fairen Aufteilung kommen." Auch die Schaffung von Wohnungsbörsen für private Quartiere hatte Faymann angeregt.
In parteipolitischen Belangen wird medial derzeit eine mögliche Ablöse Faymanns diskutiert. Der ehemalige ORF-General Gerhard Zeiler hatte sich am Wochenende in einem "Kurier"-Interview selbst als Gegenkandidat ins Gespräch gebracht, er wird neben ÖBB-Chef Christian Kern als vielversprechende Personalreserve der SPÖ gehandelt.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) auf Platz sechs im Ranking. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kürzlich angelobten steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) in St. Pölten, kritisierte Pröll die Vorgangsweise von Bundeskanzler Werner Faymann in der Asyl-Debatte: "Es fehlt die Führungskompetenz der Bundesregierung", so Prölls Urteil, Faymann solle sich möglichst rasch auf europäischer Ebene um eine politische Lösung bemühen. Pröll stellte weiters die Frage in den Raum, ob Faymann bei dessen Amtsbesuch bei Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras das Thema Flüchtlingsströme angesprochen hätte - schließlich kämen über Griechenland zahlreiche Asylsuchende nach Österreich, so Pröll. Am Flüchtlingsgipfel selbst, der von der Regierungsspitze zur Lösung der Verteilungsfrage einberufen worden war, kam es zu keinen Ergebnissen, die Bezirksquote scheiterte auch am Widerstand der niederösterreichischen Landespolitiker.

Rückfragen & Kontakt:

APA DeFacto GmbH
+43 1 36060 - 5123
analyse@defacto.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0001