Kaske: Pensionsreformen greifen. Jetzt braucht es Job-Initiativen und neue Ideen für alternsgerechtes Arbeiten

AK: Stabiles Pensionssystem nicht weiter krank reden. Reformbedarf bei Bonus-Malus und alternsgerechtem Arbeiten

Wien (OTS) - "Wer nach dem jetzt vorgelegten Rechnungsabschluss der Pensionsversicherung die ASVG-Pensionen weiter schlechtredet betreibt bewusste Panikmache auf dem Rücken aller, die in das System einzahlen", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Statt die Beschäftigten mit immer neuen Pensionsreformforderungen zu verunsichern, sollten jetzt auch angesichts steigender Arbeitslosenzahlen alle Anstrengungen gebündelt werden, damit möglichst viele Jobs, gerade auch alternsgerechte Jobs geschaffen werden", so der AK Präsident. Ein Blick in den Jahresbericht der PVA zeigt: Die Zahl der Invaliditätspensionen geht weiter deutlich zurück, von rund 24.000 im Jahr 2010 und auf 16.000 im Jahr 2014. Der Bundesbeitrag zu den ASVG-Pensionen ist fast gleichgeblieben während der Zuschuss zur Pensionsversicherung der Selbständigen und Bauern von 2,9 auf 3,2 Milliarden angestiegen ist. "Die bisherigen Pensionsreformen greifen. Gerade die ASVG-Pensionen haben derzeit keinen weiteren Reformbedarf", sagt Kaske.

"Die Aufgabe der Politik ist es jetzt nicht, immer neue Pensionsreformen zu beschließen, sondern eine aktive Arbeitsmarkt-Politik, die mehr Jobs schafft und die besonders ältere Arbeitslose wieder in Arbeit bringt", so Kaske weiter. Dafür brauchen wir die Bereitschaft der Unternehmen Ältere zu beschäftigen, dazu ist ein wirksames Bonus-Malus-System unabdingbar, denn zu viele Betriebe - auch größere - beschäftigen kaum oder zu wenig ältere Menschen und klare Impulse für die Wirtschaft. "Es muss klar sein, alternsgerechte Arbeitsplätze sind ein notwendiger Beitrag zur Sicherung der Pensionen für die Zukunft", so Kaske.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) ist der Bundesbeitrag für die ASVG-Pensionen sogar leicht gesunken, von 1,54 auf 1,51 Prozent. Der Bundeszuschuss, der zur Finanzierung der Selbstständigen bezahlt ist im Verhältnis zu den Versicherten oh-ne hin sehr viel höher als für die ASVG-Pensionen: Bei den Selbständigen-Pensionen (inkl. Bauern) werden rund 40 Prozent des Bundesbeitrages für 15 Prozent der Pensionsleistungen aufgewendet, bei den ASVG-Pensionen verteilen sich die restlichen 60 Prozent auf 85 Prozent der Pensionsleistungen.

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