Karina Mendreczky und Anastasiya Yarovenko erhalten den Preis der Kunsthalle Wien 2015

Der Preis wird heuer erstmals als Kooperation zwischen Kunsthalle Wien, Universität für angewandte Kunst Wien und Akademie der bildenden Künste Wien vergeben

Wien (OTS) - Der im Jahr 2002 gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst Wien begründete Preis der Kunsthalle Wien wird heuer erstmals auch mit der Akademie der bildenden Künste Wien veranstaltet. Nicolaus Schafhausen erklärt die von ihm initiierte erweiterte Kooperation mit den Worten: "Eine enge Zusammenarbeit der Kunsthalle Wien mit den zwei großen Wiener Kunstuniversitäten und ihren Studierenden ist für mich von großer inhaltlicher wie symbolischer Bedeutung. Dieser Kooperation wollen wir über einen jährlich verliehenen Preis öffentliche Sichtbarkeit verschaffen".

Jury

Somit gab es diesmal auch zwei Juryrundgänge zu absolvieren:
Gerald Bast (Rektor Univ. f. angewandte Kunst Wien), Nicolaus Schafhausen (Direktor Kunsthalle Wien), Lucas Gehrmann (Kurator Kunsthalle Wien) und Bärbel Vischer (MAK; externes Jurymitglied) sichteten die Diplomarbeiten der Universität für angewandte Kunst Wien; Mona Hahn, Erwin Bohatsch (beide Akademie der bildenden Künste Wien), Nicolaus Schafhausen, Lucas Gehrmann und Hemma Schmutz (Leitung Kunstraum Lakeside und freie Kuratorin; externes Jurymitglied) jene der Akademie der bildenden Künste Wien.
Nach Sichtung der Abschlussarbeiten fiel die Entscheidung der jeweiligen Jury einstimmig. Seit Donnerstagabend stehen Karina Mendreczky für die Universität für angewandte Kunst (Grafik und Druckgrafik, Prof. Jan Svenungsson) und Anastasiya Yarovenko für die Akademie der bildenden Künste (Bildende Kunst, Kirsi Mikkola) als Preisträgerinnen fest.

Preisträgerinnen

Die 1988 in Budapest geborene Karina Mendreczky setzt sich in ihrer Installation "Thin Dream" auf lyrische Weise mit der Wahrnehmung von Natur auseinander. Gerald Bast findet sehr poetische Worte, mit denen er die Arbeit der Preisträgerin seiner Universität beschreibt. Er meint "Frei nach Marcuse, der der Kunst eine andere Art von Realität zuwies, nämlich die Realität der Verfremdung, aus der alleine die Kunst Erkenntnisgewinn schöpft, stellt die junge Künstlerin eine ortlose, verfremdete Natur in Szene, um gerade durch diese poetische Inszenierung die Realität von Natur als Traumlandschaft intellektuell und emotional ins Wanken zu bringen."

Anastasiya Yarovenko, geboren 1983 in der Ukraine, thematisiert in ihren Arbeiten Gesellschaftsstrukturen und den Raum als kontextuelle Umgebung. In ihrer Installation "Mimicry" versucht sie eine Auswahl von Objekten zu erstellen, die für sich selbst keinen definitiven Zustand repräsentieren, die aber das Potenzial haben, mit ihren Betrachtern und ihrem Umfeld zu interagieren. "Mit dieser konzeptionellen und sehr sensibel auf aktuelle politische Gegebenheiten reagierenden Arbeit ist Anastasiya Yarovenko eine ausgezeichnete erste Repräsentantin der Akademie bei dieser Kooperation" zeigt sich Eva Blimlinger erfreut.

Preis der Kunsthalle Wien

Der Preis umfasst ein Preisgeld von je Euro 3.000, das heuer zu gleichen Teilen von HS art service austria und der Akademie der bildenden Künste zur Verfügung gestellt wird. Die Arbeiten der beiden Preisträgerinnen werden im Herbst 2015 in einer Ausstellung in der Kunsthalle Wien Karlsplatz gemeinsam präsentiert. Zur Ausstellung erscheinen zwei Kataloge mit Texten der Herausgeber und der Künstlerinnen sowie Installationsansichten im Verlag Sternberg Press Berlin.

Ausstellung und Preisübergabe

Ort: Kunsthalle Wien Karlsplatz

Pressegespräch: Donnerstag, 26. November 2015, 10 Uhr

Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 26. November 2015, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. 11. 2015 bis 6. 1. 2016

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